Sep
29
2010
„Milk” ist ein amerikanisches Drama aus dem Jahr 2008, bei dem Gus Van Sant Regie führte. Der Film zeigt den politischen Aufstieg des Schwulenrechtlers Harvey Milk (Sean Penn) in San Francisco, zum ersten gewählten und offen Schwulen Stadtrat einer amerikanischen Großstadt. In der Zeit der 1970er Jahre erfährt Milk dabei viel Wiederstand, so beispielsweise von Stadtrat Dan White (Josh Brolin). Milk gelingt es aber aus dem weltoffenen Viertel Castro in San Francisco zahlreiche Mitglieder einer politischen Bewegung zu rekrutieren, deren Einfluss im Laufe der Jahre immer mehr wächst.
Gus Van Sant gelingt mit „Milk” ein großartiger Film, ein politisches Manifest für Demokratie und Menschenrechte und ein Denkmal für einen mutigen Mann. Van Sant nutzt dabei auch Rückgriffe auf verschiedenes Archivmaterial, dass immer wieder im Film eingespielt wird und die Authentizität des Konflikts dem Zuschauer vor Augen führt. Überzeugend wird „Milk” aber erst durch seine hervorragenden Schauspieler, allen voran Sean Penn, der absolut zu Recht den Oscar als bester Darsteller 2009 gewann. Aber nicht nur er, sondern auch Emile Hirsch, Josh Brolin und James Franco glänzen in einem trotz zwei Stunden Länge, kurzweiligen und höchst interessanten Film.
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Sep
26
2010
Orange: Stephan - Schlikkes - Eric - Sebastian (FdE) - Jan (FdE)
Bunt: Dirk - Torsten - Schilkinho - Sebastian - Tommer
Endstand: ich war zu entnervt zu zählen; Orange war aber der klare Sieger
Bemerkungen: Eins vorweg, der Sieg von Orange geht voll in Ordnung, auch wenn ich mir nicht mehr klar bin, wie hoch sie gewonnen haben, Orange war definitiv das bessere Team. Zur Verteidigung von Bunt muss aber gesagt werden, dass sie bei einigen Toren ein wenig Glück hatten (man denke nur an das 1:0, bei dem der Ball an den Pfosten ging, von dort zurück an Torwart Tommers Bein knallte und von diesem ins Netz). Auch verpasste es Bunt, die nicht gerade wenig vorhandenen Großchancen, die man meist mit scharfen Hereingaben von der Seite einleitete, zu nutzen.
Der Aprés-Kick wäre fast ausgefallen bis Dirk den Kickern offerierte, ein Bierchen aus dem Kasten gleich neben den PKWs zu trinken. So wurde dann doch noch etwas fabuliert.
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Sep
23
2010
„The American” ist ein Thriller von Anton Corbijn aus dem Jahr 2010. In sehr ruhigen, aber teilweise äußerst beeindruckenden Bildern erzählt der Videoregisseur und Fotograf Corbijn die Geschichte eines amerikanischen Profikillers (George Clooney) dessen Name entweder Jack oder Edward ist, und der in der weißen Kälte Schwedens in große Probleme gerät und nach Italien flüchten muss, um dort einen neuen Auftrag von seinem Vermittler Pavel (Johan Leysen) bekommt. Er soll in einem malerischen Dorf untertauchen und dort eine Waffe für eine gewisse Mathilde (Thekla Reuten) bauen, konzentriert sich aber zunehmend auf die verführerische Prostituierte Clara (Violante Placido). Weiterlesen
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Sep
21
2010
Vielen Dank an schlikkes, der diesen Bericht zum letzten Treffen der Kicker verfasste.
“Als Mitglied der völlig überforderten und (unabhängig vom Ergebnis) auch chancenlosen Verlierer-Mannschaft fällt der Spielbericht dementsprechend kurz aus.
Es standen sich Team Orange bestehend aus Dirk, Torsten, Sebastian (sepus) und Team Bunt bestehend aus schlikkes, Lehmi, Sebastian und Saschi gegenüber.
Trotz personeller Überzahl lag bunt immer zurück und konnte lediglich zur Halbzeit des Spieles auf 6:7 herankommen, verlor am Ende dennoch hochverdient mit ca. 7 - 11 (oder was auch immer).
Zwingend erwähnt werden muss noch, dass der Autor (leicht verletzt) nur nach telefonischer Bitte als 8ter Mann angetreten war, und aufgrund wiederholten Nichterscheinens von Mike leider der 7te Mann war. Dass half weder dem Autor noch den Mannschaften. Mike, so gehts nicht! Ich fordere Sanktionen. (Die Anmeldung im System habe ich nachträglich natürlich gelöscht!)”
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Sep
16
2010
Es gibt wohl nur sehr wenige Städte in Europa, die in den letzten 20 Jahren einen so großen Umbruch erfahren haben wie die baskische Metropole Bilbao. Dies geschah, etwas überspitzt formuliert, mit nur einem einzigen Gebäude, dem Guggenheim-Museum. Dieses 1997 eröffnete architektonische Meisterwerk von Frank O. Gehry machte aus der schmutzigen Industriestadt Bilbao fast über Nacht eine Kunst- und Kulturstadt. Dieses Phänomen fand sogar Eingang in den Wörterkanon der Sozialwissenschaften, als sogenannter „Bilbao-Effekt”. Darunter versteht man die Aufwertung von Orten durch spektakuläre Bauten. In keiner anderen Stadt hat dies so eindrucksvoll funktioniert wie in Bilbao, weshalb dieser Effekt folgerichtig nach der Stadt benannt wurde.
Doch was genau ist passiert? Entlang des Flusses Nervión entwickelten sich seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts verstärkt industrielle Produktionsstätten. Bilbao wurde neben Barcelona zu der Industriestadt in Spanien. Doch im Laufe der 1970er Jahre schwanden der Industrie die Kräfte. Bilbao verlor nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Einwohner. Da besann man sich in der größten Stadt des Baskenlandes, dass nur weitreichende Veränderungen den Ort wieder attraktiver machen könnten. Alte Industrieanlagen wurden abgerissen und der Hafen wurde Richtung Meer verlegt. Der frei gewordene Platz wurde mit neuer Architektur urbanisiert. Hauptaugenmerk war dabei das Guggenheim-Museum, eines der aufregendsten Gebäude der letzten Jahre und Initiator eines nach seiner Eröffnung ausgelösten Touristen-Booms. Mittlerweile kommen Besucher aus ganz Europa, um sich das Gebäude anzusehen und in seinen Ausstellungshallen, Meisterwerke der zeitgenössischen Kunst zu bewundern. Doch mit dem Museum allein ist es nicht getan. Die Stadt bekam1995 eine U-Bahn, die von keinem geringeren als Norman Foster gestaltet wurde, Santiago Calatrava projektierte eine Brücke und den Flughafen und das Architekturbüro von Cesar Pelli lässt gerade einen 165m hohen Büroturm errichten, der als Konzernzentrale eines großen Energiekonzerns fungieren wird. Dazu gesellen sich einige historisch höchst interessante Bauwerke, wie die „Puente Colgante” die 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. So eifert Bilbao wiederum nach, nun als trendige City mit architektonischen Highlights. Weiterlesen
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Sep
14
2010
Stellen Sie sich vor, sie schauen einen Film über Geheimdienste. Ein dunkles Geheimnis soll da gelüftet werden, die mächtigen Klauen großer, teilweise aus staatlicher Kontrolle gelöster Organisationen, schieben Macht und Informationen von A nach B, so dass der kleine Mann sich nur noch so wundert. Man als unwissender Bürger vor dem unergründlichen „System”. Ein undurchsichtiges, weil nicht mehr erkennbares Etwas aus Experten, die immer nur ein kleines Teilgebiet kennen und die großen Zusammenhänge für uns leiten, als einzelner muss man schon ein fast ein überlegener Held sein, um sich aus diesen Klauen zu befreien, dass Geheimnis zu lüften und die Welt zu befrieden.
Das dies alles nur ein Hirngespinst ist und das in Geheimdiensten auch nur Menschen arbeiten, davon handelt die 2008er Komödie der Coen Brüder „Burn after Reading”. Weiterlesen
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