Sep 29 2010

Eine kurze Notiz zu: “Milk”

„Milk” ist ein amerikanisches Drama aus dem Jahr 2008, bei dem Gus Van Sant Regie führte. Der Film zeigt den politischen Aufstieg des Schwulenrechtlers Harvey Milk (Sean Penn) in San Francisco, zum ersten gewählten und offen Schwulen Stadtrat einer amerikanischen Großstadt. In der Zeit der 1970er Jahre erfährt Milk dabei viel Wiederstand, so beispielsweise von Stadtrat Dan White (Josh Brolin). Milk gelingt es aber aus dem weltoffenen Viertel Castro in San Francisco zahlreiche Mitglieder einer politischen Bewegung zu rekrutieren, deren Einfluss im Laufe der Jahre immer mehr wächst.

Gus Van Sant gelingt mit „Milk” ein großartiger Film, ein politisches Manifest für Demokratie und Menschenrechte und ein Denkmal für einen mutigen Mann. Van Sant nutzt dabei auch Rückgriffe auf verschiedenes Archivmaterial, dass immer wieder im Film eingespielt wird und die Authentizität des Konflikts dem Zuschauer vor Augen führt. Überzeugend wird „Milk” aber erst durch seine hervorragenden Schauspieler, allen voran Sean Penn, der absolut zu Recht den Oscar als bester Darsteller 2009 gewann.  Aber nicht nur er, sondern auch Emile Hirsch, Josh Brolin und James Franco glänzen in einem trotz zwei Stunden Länge, kurzweiligen und höchst interessanten Film.