Sep 5 2010

Eine kurze Notiz zu: “Thank you for Smoking”

„Thank you for Smoking” ist eine Komödie des Kanadiers Jason Reitman aus dem Jahr 2005. Porträtiert wird der sehr erfolgreiche Tabaklobbyist Nick Naylor (Aaron Eckhardt). Dieser hat es nicht nur mit dem mächtigen Senator Ortolan Finistirre (William H. Macy) zu tun, sondern findet auch Gefallen an der Zeitungsreporterin Heather Holloway (Katie Holmes). Nebenher möchte er seinem Sohn (Cameron Bright) ein guter Vater sein.

Reitman zeigt mit „Thank you for Smoking” das man einen Film gegen das Rauchen, auch ohne jeglichen moralischen Zeigefinger drehen kann. Ganz im Gegenteil, hier sind alle Lobbyisten nur darum bemüht, ihre Wahrheit zu verkaufen und während die einen sich als die Guten sehen, versuchen die anderen, ihre Argumente mit der Meinungsfreiheit zu verteidigen (vielleicht gar nicht so unähnlich dem Fall Sarrazin momentan).


Sep 3 2010

Hallenfußball regional: Ergebnis zum 2.9.2010

Bunt: Dirk - Conrad - Schlikkes - Behre - Robert

Orange: Torsten - Mike - Eric - Sebastian - Tommr

Endstand: 12:3

Bemerkungen: Klar überlegenes Team von Bunt bis zum Spielabbruch in der 70 min.


Sep 2 2010

Berlin

Für einen Dresdner ist Berlin immer eine gedankliche und auch emotionale Herausforderung. Als Kind habe ich keine Stadt so verachtet wie Berlin, oder genauer „Berlin. Hauptstadt der DDR”, wie der Ostteil der Stadt offiziell hieß. Die ständige Betonung das diese Häusersammlung Hauptstadt war, fand ich arrogant und angeberisch. Der Westteil von Berlin existierte für mich nicht in dieser Weise, der war irgendwie unerreichbares Ausland und da man dort nicht hinfahren konnte diente er maximal als fantastische Projektionsfläche des Paradieses. Nicht ganz unprägend war in meiner Berlin-Verachtung, dass ständige Gewinnen des BFC Dynamos von DDR- Fußballmeisterschaften, deren eigentlicher Gewinner Dynamo Dresden sein sollte. Auch unbeteiligte Personen mussten unter dem sächsischen Hass leiden, so wurde eine Mitschülerin ständig als „Preußen-Schwein” beschimpft obwohl sie einfach nur Berlin hieß. Paradoxerweise hatte damals Berlin aber auch eine gewisse Faszination, der Fernsehturm, U-Bahn oder einen Flughafen auf dem große Flugzeuge wie die IL-86 landen konnten. Weiterlesen


Aug 31 2010

Eine kurze Notiz zu: “Was nützt die Liebe in Gedanken”

„Was nützt die Liebe in Gedanken” ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2004 von Achim von Borries. Erzählt wird nach der wahren Geschichte der beiden Teenager Paul Krantz (Daniel Brühl) und Günther Scheller (August Diehl). Beide beschließen sich umzubringen, wenn ihre Liebe auf dem Höhepunkt sei und wenn jemand ihnen diese Liebe wegnehmen würde. Und so leben sie im Sommer 1927 an einem Wochenende, schmeißen eine Party irgendwo im wunderschönen Brandenburg, verlieben sich und werden enttäuscht nicht zuletzt von Günthers Schwester Hilde (Anna Maria Mühe).

„Was nützt die Liebe in Gedanken”  ist ein ruhiger Film, der wunderbar die Melancholie junger Liebe, des Verliebtseins und der Enttäuschung wiedergibt und dabei in himmlischer Kulisse spielt. Der Film hat mindestens zwei herausragende Schauspieler, mit Daniel Brühl, der ganz wunderbar den verliebten und etwas schüchternen Schüler gibt und August Diehl als etwas aufbrausender, aber verzweifelter Geliebter.


Aug 29 2010

Hallenfußball regional: Statistik zum 26.8.2010

Bunt: Schlikkes - Oerdie - Mike - Roberto - Tommr

Orange: Torsten - Dirk - Eric - Conrad

Endstand: 10:8

Bemerkungen: Wieder gänzlich ohne Pre- bzw. Aprés-Kick konzentrierten sich die Donnerstagskicker auf ein recht unterhaltsames Spiel. Orange, mit einem Mann weniger, versuchte das Spiel an sich zu reißen und hatte die besseren Individualisten auf dem Parkett. So gelang es ihnen auch eine 6:3 Führung herauszuspielen, Bunt jedoch gab sich nie auf und versuchte über die gesamte Spielzeit die Ordnung zu halten, was auch zunehmend besser gelang. Sehr massiert in der Abwehr stehend, setzte Bunt Nadelstiche, die immer erfolgreicher, respektive schmerzhafter, wurden. In der letzten halben Stunde konnte Bunt das Spiel drehen und auch wenn es eine Minute vor Ende noch 9:8 stand und der unermüdlich laufende Conrad noch eine Chance hatte, waren die Gedanken an einen Sieg mit einem schnellen Konter über Tommr und Oerdie ausgeträumt, als Letzterer eiskalt zum 10:8 Endstand einschob.


Aug 28 2010

Eine kurze Notiz zu: „Inglourious Basterds”

„Inglourious Basterds” ist der 2009er Film von Quentin Tarantino. Erzählt wird die Geschichte einer geheimen jüdischen Militäreinheit - der Inglourious Basterds - im 2. Weltkrieg, die in Frankreich Nazis jagen. Ihnen bietet sich die einmalige Möglichkeit alle Nazi-Größen bei einer Filmpremiere in Paris umzubringen.

Recht grob ist damit die Handlung schon beschrieben, denn obwohl „Inglourious Basterds” fast 2:30h lang ist, passiert eigentlich gar nicht so viel. Fast zwei Stunden lang hat man das Gefühl einen Kriegsfilm mit Witzen anzusehen, bei dem Tarantino sich darauf verlegt hat, mal Nazis umzubringen (was per se ja mindestens genauso gut ist, wie wenn sich Mafiagrößen umbringen). Das man dabei jede Menge deutsche Schauspieler sehen kann, ist ein allenfalls netter Nebeneffekt, obwohl Til Schweiger als nazimordender Ex-Nazi ebenso gefällt wie der verliebte Scharfschütze den Daniel Brühl darstellt. Brad Pitt als Anführer der Inglourious Basterds ist allenfalls nur mittelmäßig. Wirklich Klasse bekommt der Film erst durch zwei Komponenten. Die eine ist der großartige Christoph Waltz, der den Judenjäger Hans Landa spielt und absolut zu Recht den Oscar dafür erhalten hat (interessanterweise als bester Nebendarsteller, obwohl er mir eine, wenn nicht die Hauptrolle im Film spielt). Mit der Darstellung von Waltz gewinnt der Film enorm. Die zweite Komponente, die den Film außergewöhnlich macht, ist das sehr intelligente Ende, das gerade nach den etwas langatmigen ersten 2 Stunden äußerst positiv überrascht. Hier brilliert Tarantino, denn alle (teilweise sehr mühsam aufgebauten) Erzählstränge finden zusammen und verweben sich zu einem klugen, weil überraschenden und sehr selbstironischen Ende.