Nov
23
2011
Im Bemühen, Klassiker der Filmgeschichte zu rezipieren, fand sich neulich „Der Pate” von Francis Ford Coppola in meinem DVD Player wieder. Die Erwartungen an den nun schon 39 Jahre (1972 veröffentlicht) alten Film waren hoch und vorweg gesagt, sie wurden nicht enttäuscht. „Der Pate” ist sicherlich die Mutter aller Mafiafilme. Im Mittelpunkt steht die Familie Corleone, einer der fünf mächtigsten Familien des organisierten Verbrechens in New York, kurz nach dem Ende des 2.Weltkriegs. Familienoberhaupt Don Vito Corleone (Marlon Brando) wickelt noch kleiner Geschäfte ab, während in seinem prächtigen Anwesen ein rauschendes Fest zur Hochzeit seiner Tochter Connie (Talia Shire) abgehalten wird. Der abgehalfterte Filmstar und Patensohn des Don, Johnny Fontane (Al Martino) bittet um Hilfe bei der Vermittlung einer Filmrolle, da die Besetzung wohl ohne ihn stattfinden soll. Natürlich hilft die Familie, in dem sie dem nicht gerade gut auf Fontane zu sprechenden Produzenten dessen Lieblingspferd in Teilen ins Bett legen (absolut legendäre Szene). Doch die Familie -allen voran Vito - bekommt mehr und mehr Probleme mit den anderen Gangster-Familien, da sie nicht neue Geschäftsmodelle, wie Drogen, ausprobieren möchten. Und schneller als gedacht befindet man sich in Mitten eines Bandenkrieges, in welchem Sohn Sonny Corleone (James Caan) die Geschäfte am laufen halten muss und der eigentlich recht Gesetztes gläubige Sohn Michael (Al Pacino) der Familie einen mörderischen Dienst erweist. Weiterlesen
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Feb
28
2011
„Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben” ist ein Film von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1963. Die bitterböse Komödie ist eine politische Satire über den Kalten Krieg und die atomare Aufrüstung. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Angriff der US-Streitkräfte auf die Sowjetunion mit atombombenbeladenen Flugzeugen. Diese werden vom geisteskranken General Jack Ripper (Sterling Hayden), ohne offiziellen Befehl, entsandt. Ripper erhofft sich, durch seine Aktion die US-Regierung zum Schritt zu bewegen, alle militärischen Kräfte auf die Kommunisten zu richten und diese vollkommen zu zerstören, bevor diese die USA zerstören können. Rippers Grund für diese drastische Aktion ist das langsame und schleichende Eindringen des Kommunismus in die amerikanischen Körper unter anderem durch das Trinkwasser (und dem Entzug wertvoller Körpersäfte). Die US-Regierung trifft sich daraufhin in einer dringenden “round-table” Sitzung, um über die Notsituation zu beraten. Rippers Plan scheint kaum noch zu stoppen zu sein. General Turgidson (George C. Scott) eröffnet - ähnlich Rippers Szenario - den Gedanken des vollkommenen Erstschlages, der die Sowjetunion und 90% ihrer Waffen zerstören würde, kann aber Präsident Muffley (Peter Sellers) damit nicht überzeugen. Was bis dato alle noch nicht wissen ist, dass die Sowjetunion eine Weltvernichtungsmaschine besitzt. Der wunderliche Dr.Seltsam (Peter Sellers) erklärt den schrecklichen Mechanismus dieser Maschine. Weiterlesen
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Feb
13
2011
„Junebug” (in deutscher Übersetzung auch unter „Junikäfer” bekannt) ist ein amerikanischer Spielfilm von Phil Morrison aus dem Jahr 2005. Im Mittelpunkt der Handlung steht die kleinstädtische Familie des mittlerweile urbanen Städters George Johnston (Alessandro Nivola), der mit seiner frisch getrauten Frau, der britischen Kunsthändlerin Madeleine (Embeth Davidtz) aus Chicago in die provinzielle Heimat North Carolinas kommt. Anlass dafür ist weniger, die gerade erst vergangene Hochzeit der beiden, sondern ein in der Nähe lebender „Outsider-Künstler” (Frank Hoyt Taylor), den Madeleine für ihre Galerie verpflichten möchte. Doch wo man schon mal da ist, kann man auch die Familie besuchen. George, der nur sehr zurückhaltend in Szene gesetzt wird, kehrt in seine alte Welt der Provinz zurück, in welcher die mürrische Mutter Peg (Celia Weston) das Haus beherrscht, Vater Eugine (Scott Wilson) lieber nicht zu viel sagt und Bruder Johnny (Benjamin McKenzie) und seine Frau Ashley (Amy Adams) ein Kind erwarten, während Madeleine versucht mit allen gut auszukommen. Weiterlesen
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Jan
30
2011
In den Tagen nach dem Tod Bernd Eichingers stellt sich die Frage was den deutschen Film ausmacht? Die von Bernd Eichinger produzierten Filme, sind nicht unbedingt alle als deutsche Filme zu bezeichnen („Das Geisterhaus”, „Der Name der Rose” oder auch „Resident Evil”). Doch sie überzeugten oft durch ein fein abgestimmtes Gemisch aus Zuschauerfreundlichkeit und Substanz. Viele Kinogänger sahen zum Beispiel „Manta, Manta”, den „Bewegten Mann”, „Das Parfüm” oder „Der Untergang”. Es gab wohl niemanden der deutsche Filme so gewinnträchtig produzieren konnte wie er. An dieser Stelle muss ich aber einen kleinen Einschub machen, denn für mich zeichnet sich der deutsche Film durch etwas aus, was in Eichingers Filmen fast nie zu sehen war. Es ist so etwas wie eine zeitdiagnostische Bestandsaufnahme, wer wir Deutschen sind und wo wir leben. Das kann höchst unterschiedlich dargestellt werden; atmosphärisch-grob in den 80er Jahre Verfilmungen von Schimanski, ruhig und melancholisch wie in den Polizeirufen mit Uwe Steimle und Henry Hübchen, etwas gefühlslastig wie in Wolfgang Beckers „Good Bye Lenin” oder aber so liebevoll wie in Hannes Stöhrs „Berlin is in Germany”. Weiterlesen
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Dez
8
2010
„Fair Game” ist ein amerikanischer Polit-Thriller von Doug Liman, welcher momentan in den deutschen Kinos zu sehen ist. Der Film beginnt kurz nach den Anschlägen vom 11.September 2001. Valerie Plame (Naomi Watts) ist CIA-Agentin und bekommt einen neuen Auftrag, möglichst viele Informationen über den Irak zu sammeln. In dieser Funktion hat sie auch die Möglichkeit ihrem freiberuflich arbeitenden Ehemann, Joseph Wilson (Sean Penn) einen Job zu verschaffen. Dieser führt ihn in den Niger. Er soll dort prüfen, ob der Irak vom Niger Uran gekauft hat. Wilson findet sehr gute Gründe, dass dieser Kauf niemals stattfand. Trotzdem wird das Argument des Urankaufs als Kriegsgrund der USA für den Irakkrieg verwendet. Während Plame noch Missionen im Irak plant, um festzustellen, ob es dort irgendwelche Massenvernichtungswaffen gibt, starten die USA den Einmarsch. Wilson entscheidet sich in der New York Times darzulegen, dass zumindest ein Kriegsgrund (der Uran Kauf im Niger) eine glatte Lüge der Regeirung war. Daraufhin folgt eine öffentliche Demontage von Wilson in deren Zuge auch Plame als Agentin enttarnt wird (was einen kriminellen Akt darstellt). Nicht nur das, Plames Mission und die daran hängenden Menschen sind sich selbst überlassen sind, da die Agentin nicht mehr die CIA betreten darf, während die öffentliche Kampagne gegen die Familie zunimmt und an Penetranz gewinnt. Während sich Wilson wehrt, um den Ruf der Familie herzustellen, ist Plame defensiv weil sie nicht sehen kann, wie man die Schlacht gegen die Regierung gewinnen könnte. Letztendlich scheint die Ehe der beiden zu zerfallen. Weiterlesen
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Sep
14
2010
Stellen Sie sich vor, sie schauen einen Film über Geheimdienste. Ein dunkles Geheimnis soll da gelüftet werden, die mächtigen Klauen großer, teilweise aus staatlicher Kontrolle gelöster Organisationen, schieben Macht und Informationen von A nach B, so dass der kleine Mann sich nur noch so wundert. Man als unwissender Bürger vor dem unergründlichen „System”. Ein undurchsichtiges, weil nicht mehr erkennbares Etwas aus Experten, die immer nur ein kleines Teilgebiet kennen und die großen Zusammenhänge für uns leiten, als einzelner muss man schon ein fast ein überlegener Held sein, um sich aus diesen Klauen zu befreien, dass Geheimnis zu lüften und die Welt zu befrieden.
Das dies alles nur ein Hirngespinst ist und das in Geheimdiensten auch nur Menschen arbeiten, davon handelt die 2008er Komödie der Coen Brüder „Burn after Reading”. Weiterlesen
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