Eine kurze Notiz zu: “Satte Farben vor Schwarz”

„Satte Farben vor Schwarz” ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2010 von Sophie Heldmann. Ein Film über den man gar nicht so viel sagen kann, ohne auf das Ende Bezug zu nehmen (was wir an dieser Stelle aber nicht zu ausführlich machen möchten).  Das Ehepaar Anita (Senta Berger) und Fred (Bruno Ganz) sind im goldenen Herbst ihres Lebens angekommen. Sie leben in einem wunderschönen Haus mit großem Garten und müssen nicht mehr Arbeiten gehen. Ihre Kinder leben zufrieden und haben Ihnen sogar schon ein schlaues Enkelkind geschenkt. Kein Grund zur Betrübnis also, wäre da nicht eine Krankheit die Fred ereilt, von der er sich aber nicht beeindrucken lassen möchte, was letztendlich für ihn heißt, sie zu ignorieren, sich nicht behandeln zu lassen und eine Krise seiner Ehe herauf zu beschwören.

„Satte Farben vor schwarz” ist ein interessanter Film, der stark von seinem Ende lebt, auch wenn der Weg dorthin manchmal mühevoll erscheint. Aber es ist genau dieses Ende, dass den Film dann doch höchst diskutabel macht. Denn - ohne zu verraten, um was es sich dann dabei handelt - thematisiert der Film eigentlich gar nicht was zum Finale führt. Thematisch führt er von der Ursache zum Ergebnis, die Wirkung wird marginalisiert. Das hat zwar den überraschenden Effekt, dass man auf dieses Ende gar nicht richtig vorbereitet ist (obwohl man es ahnt), birgt aber auch das Problem, dass der Film irgendwie verschwommen - auf einer emotional, existentiellen Art und Weise  - wirkt. Fazit: Gute Schauspieler und ein Ende über das man diskutieren kann, bei gleichzeitiger zeitweiliger Langatmigkeit. Kann man sehen, muss man aber nicht.


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