Dez 12 2010

Mein Dresden - Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB)

Ich erinnere mich noch als Olympique Marseille 1993 die Champions League gewann. Nicht das ich das Spiel gesehen hätte, aber ich weiß noch was ich an jenem lauen Frühsommerabend machte. Ich war auf dem Universitätssportplatz und versuchte ein Mädchen zu beeindrucken, mit meinen Fußballkünsten. Ein ziemlich dämliches Unterfangen, denn Mädchen kann man fast nie mit Fußball beeindrucken und erschwerend kommt hinzu, dass ich auch des Spiels viel zu wenig mächtig war, um auch nur irgendjemand damit zu beeindrucken. Aber ich war noch jung und diese Erfahrung war vielleicht nützlich für mich. Weiterhin erinnere ich mich an jenem Abend noch an einer Hüftverletzung gelitten zu haben, was mich zwang mit meinem schwächeren linken Fuß zu spielen. Als ich dann später nach Hause kam, erfuhr ich das Marseille den Cup gewonnen hatte und ich glaube ich war ganz zufrieden damit.

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Sep 2 2010

Berlin

Für einen Dresdner ist Berlin immer eine gedankliche und auch emotionale Herausforderung. Als Kind habe ich keine Stadt so verachtet wie Berlin, oder genauer „Berlin. Hauptstadt der DDR”, wie der Ostteil der Stadt offiziell hieß. Die ständige Betonung das diese Häusersammlung Hauptstadt war, fand ich arrogant und angeberisch. Der Westteil von Berlin existierte für mich nicht in dieser Weise, der war irgendwie unerreichbares Ausland und da man dort nicht hinfahren konnte diente er maximal als fantastische Projektionsfläche des Paradieses. Nicht ganz unprägend war in meiner Berlin-Verachtung, dass ständige Gewinnen des BFC Dynamos von DDR- Fußballmeisterschaften, deren eigentlicher Gewinner Dynamo Dresden sein sollte. Auch unbeteiligte Personen mussten unter dem sächsischen Hass leiden, so wurde eine Mitschülerin ständig als „Preußen-Schwein” beschimpft obwohl sie einfach nur Berlin hieß. Paradoxerweise hatte damals Berlin aber auch eine gewisse Faszination, der Fernsehturm, U-Bahn oder einen Flughafen auf dem große Flugzeuge wie die IL-86 landen konnten. Weiterlesen


Apr 28 2010

Mein Dresden - Konsumgenossenschaft “Vorwärts”

Seit nunmehr über zwei Jahren arbeite ich in der Friedrichstadt, direkt am Bahnhof Mitte. Der tägliche Weg zur Arbeit führt mich mit dem Fahrrad fast immer an einem alten verlassenen Lagerhaus vorbei, dass mich schon als Kind beeindruckte, nur dass ich nicht den Namen des Bauwerks kannte. Das Dresden meiner Kindheit hatte viele solcher alter und runtergekommener Häuser die nicht selten verlassen waren, wie beispielsweise den Erlweinspeicher, für mich damals ein Schandfleck am Elbufer und heute ein vier Sterne Hotel. Etwas anderes war es mit der Konsumgenossenschaft „Vorwärts”. Das Gebäude liegt zwar fast in der Mitte Dresdens, jedoch ist es recht versteckt. Die am Haus vorbeiführende Fabrikstraße endete nur wenige hundert Meter weiter unter der Nossener Brücke ohne dass irgendein Ort von Interesse in dieser Gegend wäre. Trotzdem reichen meine Erinnerungen, wenn auch wage, bis in meine Kindheit zurück. Ich denke ich war vor allem von den langen horizontalen Fensterreihen beeindruckt. Auch war mir so recht nie klar, wofür dieses Haus eigentlich gebaut wurde. Doch erst mit der Zeit meiner täglichen Arbeitswege fiel meine Beachtung stärker auf den rötlichen Backsteinbau. Weiterlesen


Apr 1 2010

Mein Dresden - Der Kristallpalast

Es ist schon ein paar Tage her. Ich war Zivi bei der Caritas in Dresden-Mitte und musste für ältere Damen und Herren Einkäufe erledigen. Natürlich gehörte es zum Geschäft, ein bisschen über die neuesten Themen zu plaudern. Beispielsweise wurde zu jener Zeit ein neues Gebäude gerade fertiggestellt, der UFA Kristallpalast. Irgendwie wusste man schon damals, dass es ein ganz besonderes Gebäude werden sollte, das neue Kino, das den Namen „Palast” tragen sollte, was für mich wie ein Adelstitel klang. Ich erinnere mich wie eine ältere Dame zu mir sagte, es wäre ein Gebäude für die jungen Leute und „wir Alten halten es für hässlich, aber Euch gefällt es vielleicht”. Erst heute bemerke ich wie Recht die Frau hatte. Am Kristallpalast scheiden sich tatsächlich die Geister. Dresden ist eine gut bürgerliche Stadt, die sehr unter dem Trauma der „Untergegangenen Residenzstadt” leidet, des verbrannten Elbflorenz, dass am 13. Februar 1945 ausgelöscht wurde. Diese Stadt schien nach guter alter, vielleicht etwas konservativer Architektur zu lechzen. So viel wurde wieder aufgebaut, angefangen beim Zwinger, über die Semperoper bis hin zur Frauenkirche, dem Neumarkt und dem Schloss. Dieser verlorene Schatz sollte wiederentstehen. Gebäude der Moderne oder gar Postmodernes hat es da sehr schwer. Weiterlesen


Dez 18 2009

Düsseldorf

Düsseldorf - Zentrale des rheinischen Frohsinns und reicher südlicher Gegenpol zum langsam verarmenden nördlich liegenden Ruhrpott, traditioneller Konkurrent von Köln. Düsseldorf hat viele Images und obwohl die Stadt mit ihren fast 600.000 Einwohnern nicht als besonders Hipp oder Cool gilt, bietet die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens eine ganze Menge. In der folgenden Bildergalerie wird insbesondere auf die Architektur des modernen Düsseldorf der Nachkriegszeit eingegangen.