Eine kurze Notiz zu: “The Wrestler”
„The Wrestler” ist ein amerikanisches Drama von Darren Aronofsky aus dem Jahr 2008. The Wrestler Robin Ramzinski, Ringname Randy „The Ram” (Mickey Rourke) hat seine besten Tage längst hinter sich. Zwanzig Jahre liegt sein größter Fight gegen den Ayatollah (Ernest Miller) zurück. Aus dem gefeierten Star ist ein körperliches Wrack geworden, der mit Aushilfsjobs seine Wrestler-Karriere aufrecht erhalten muss. Sein Privatleben ist auch alles andere als erfreulich. Er lebt allein und ist auch allein. Seine Tochter (Evan Rachel Wood) will nichts mehr von ihm wissen, da er als Vater eine ziemliche Niete war und der einzige Mensch an den er sich halbwegs wenden kann ist die professionelle Striperin Cassidy (Marisa Tomei), doch die Beziehung der beiden ist ein eigenartiger Mix aus Sympathie und Geschäft.
„The Wrestler” ist die Geschichte des Niedergangs eines Menschen, der zwar erkennt, dass es ihm nicht gut geht, aber scheinbar keinen wirklichen Ausweg mehr aus seinem Leben findet und seinen Weg einfach weiter geht. Ein weiteres Porträt der Unterklasse Amerikas, gefilmt im Stil des Neo-Realismus (mit einem offenen Ende, Szenen mit Handkamera gefilmt, die denen den Darstellern in der Halbtotalen gefolgt wird). Der Film bewegt sich dabei nie wirklich am Rande des Kitsches, was insbesondere an Rourkes starker schauspielerischer Leistung liegt. Ein gelungener und sehr interessanter Einblick in einen Entertainmentbereich, der die Zuschauer auch um den Preis der eigenen Gesundheit der Darsteller unterhalten will und daher vielleicht auch eine treffende Allegorie auf die heutige Welt der Unterhaltungsindustrie ist.