Sep
5
2010
„Thank you for Smoking” ist eine Komödie des Kanadiers Jason Reitman aus dem Jahr 2005. Porträtiert wird der sehr erfolgreiche Tabaklobbyist Nick Naylor (Aaron Eckhardt). Dieser hat es nicht nur mit dem mächtigen Senator Ortolan Finistirre (William H. Macy) zu tun, sondern findet auch Gefallen an der Zeitungsreporterin Heather Holloway (Katie Holmes). Nebenher möchte er seinem Sohn (Cameron Bright) ein guter Vater sein.
Reitman zeigt mit „Thank you for Smoking” das man einen Film gegen das Rauchen, auch ohne jeglichen moralischen Zeigefinger drehen kann. Ganz im Gegenteil, hier sind alle Lobbyisten nur darum bemüht, ihre Wahrheit zu verkaufen und während die einen sich als die Guten sehen, versuchen die anderen, ihre Argumente mit der Meinungsfreiheit zu verteidigen (vielleicht gar nicht so unähnlich dem Fall Sarrazin momentan).
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Aug
31
2010
„Was nützt die Liebe in Gedanken” ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2004 von Achim von Borries. Erzählt wird nach der wahren Geschichte der beiden Teenager Paul Krantz (Daniel Brühl) und Günther Scheller (August Diehl). Beide beschließen sich umzubringen, wenn ihre Liebe auf dem Höhepunkt sei und wenn jemand ihnen diese Liebe wegnehmen würde. Und so leben sie im Sommer 1927 an einem Wochenende, schmeißen eine Party irgendwo im wunderschönen Brandenburg, verlieben sich und werden enttäuscht nicht zuletzt von Günthers Schwester Hilde (Anna Maria Mühe).
„Was nützt die Liebe in Gedanken” ist ein ruhiger Film, der wunderbar die Melancholie junger Liebe, des Verliebtseins und der Enttäuschung wiedergibt und dabei in himmlischer Kulisse spielt. Der Film hat mindestens zwei herausragende Schauspieler, mit Daniel Brühl, der ganz wunderbar den verliebten und etwas schüchternen Schüler gibt und August Diehl als etwas aufbrausender, aber verzweifelter Geliebter.
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Aug
28
2010
„Inglourious Basterds” ist der 2009er Film von Quentin Tarantino. Erzählt wird die Geschichte einer geheimen jüdischen Militäreinheit - der Inglourious Basterds - im 2. Weltkrieg, die in Frankreich Nazis jagen. Ihnen bietet sich die einmalige Möglichkeit alle Nazi-Größen bei einer Filmpremiere in Paris umzubringen.
Recht grob ist damit die Handlung schon beschrieben, denn obwohl „Inglourious Basterds” fast 2:30h lang ist, passiert eigentlich gar nicht so viel. Fast zwei Stunden lang hat man das Gefühl einen Kriegsfilm mit Witzen anzusehen, bei dem Tarantino sich darauf verlegt hat, mal Nazis umzubringen (was per se ja mindestens genauso gut ist, wie wenn sich Mafiagrößen umbringen). Das man dabei jede Menge deutsche Schauspieler sehen kann, ist ein allenfalls netter Nebeneffekt, obwohl Til Schweiger als nazimordender Ex-Nazi ebenso gefällt wie der verliebte Scharfschütze den Daniel Brühl darstellt. Brad Pitt als Anführer der Inglourious Basterds ist allenfalls nur mittelmäßig. Wirklich Klasse bekommt der Film erst durch zwei Komponenten. Die eine ist der großartige Christoph Waltz, der den Judenjäger Hans Landa spielt und absolut zu Recht den Oscar dafür erhalten hat (interessanterweise als bester Nebendarsteller, obwohl er mir eine, wenn nicht die Hauptrolle im Film spielt). Mit der Darstellung von Waltz gewinnt der Film enorm. Die zweite Komponente, die den Film außergewöhnlich macht, ist das sehr intelligente Ende, das gerade nach den etwas langatmigen ersten 2 Stunden äußerst positiv überrascht. Hier brilliert Tarantino, denn alle (teilweise sehr mühsam aufgebauten) Erzählstränge finden zusammen und verweben sich zu einem klugen, weil überraschenden und sehr selbstironischen Ende.
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Jun
9
2010
„City of God” ist ein brasilianischer Film aus dem Jahr 2002. Regie führte Fernando Meirelles. Der Film beschreibt das Leben in einer Favela Rio de Janeiros von den späten 1960er Jahren bis hinein in die 1980er Jahre und basiert auf einem Buch von Paulo Lins. Erzähler und Hauptdarsteller ist Buscapé (Alexandre Rodrigue, im Deutschen wunderbar synchronisiert von Xavier Naidoo). Dieser wächst in der auf dem Reißbrett entstandenen Vorortsiedlung Ciudade de Deus auf, in der die Gewalt eskaliert. Im Laufe der Jahre kontrollieren jugendliche Drogenhändler das Bild der Stadt. Der Boss der größten Bande ist Locke (Leandro Firmino), ein schießwütiger Verbrecher, der nach und nach den Ort kontrollieren möchte. Ihm gegenüber steht nicht etwas die Polizei, denn die wird von allen und jedem bestochen, sondern ein anderer Drogendealer, Karotte (Matheus Nachtergaele). Weiterlesen
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Mai
27
2010
„Manhattan Murder Mistery” ist eine Komödie von Woody Allen aus dem Jahr 1993. Das Pärchen Carol (Diane Keaton) und Larry Lipton (Woody Allen) leben in einem Appartement in Manhattan und treffen eines Abends das Rentnerehepaar House von welchem sie zu einem gemütlichen Abend eingeladen werden. Kurz darauf stirbt Lilian House, doch ihrem Mann Paul (Jerry Adler) scheint das nicht wirklich zu bedrücken. Carol findet dies äußerst merkwürdig und untersucht den Tod auf eigene Faust. Unterstützung findet sie dabei bei Larrys Freund Ted (Alan Alda). Beide kommen sich bei der Lösung des Falls immer näher, während Larry Trost bei der Autorin Marcia Fox holt (Anjelica Huston).
Allens Komödie mit klassischen Thriller-Elementen ist äußerst kurzweilig und phasenweiße höchstamüsant. Übrigens ist Zach Braff (bekannt aus „Scrubs”) in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.
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Mai
7
2010
Utopien sind menschheitsgeschichtlich schon recht alt (als eines der ersten Beispiele sind „Atlantis” von Platon zu nennen, oder auch die namensgebende Geschichte „Utopia” von Thomas Morus), Dystopien hingegen (also Gegen-Utopien die statt einer blühenden und frohen Zukunft bzw. eines anderen Ortes, eine zerrüttete Welt zeigen) sind erstmals in der Zeit der industriellen Revolution aufgetaucht und erleben seitdem eine recht muntere Verbreitung (man denke an Aldous Huxleys „Schöne neue Welt” oder George Orwells „1984″). Terry Gilliams Film „Brazil” ist ganz eindeutig eine Dystopie. Sie spielt in einem Überwachungsstaat irgendwann im 20. Jahrhundert, der so viele Informationen sammelt, dass jeder Stasi-Mitarbeiter neidisch sein dürfte. Diese Gesellschaft - die einen eigenartigen Hang zu Röhren hat - scheint alle ihre Bewohner zu durchdringen, keiner kann sich ihr entziehen und wenn, dann nur mit Gewalt in Form des Terrorismus. Weiterlesen
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