Jan 26 2012

Eine kurze Notiz zu: “Oxford Murders”

Sollte ein Film der „Oxford Murders” heißt, aufgrund der Ortsbezeichnung besonders intelligent sein? Und wenn ja, was macht einen intelligenten Film aus bzw. ist ein intelligenter Film auch ein guter Film? Fragen die ich mir bei Alex de la Iglesias 2008er Thriller eben jenes Titels gestellt habe. Das Gerüst ist ein recht gewöhnlicher Krimispott, allerdings in exquisiter Umgebung. Der amerikanische PhD Student für Mathematik Martin (Elijah Wood) kommt nach Oxford, um dort Prof. Arthur Seldom (John Hurt) als seinen Mentor zu gewinnen. Doch dieser ist nicht wirklich zu begeistern und gerade als Martin wieder abreisen will, findet er gemeinsam mit Seldom seine Zimmervermieterin Tod auf. Deren Tochter Beth (Julie Cox) als auch die Krankenschwester Lorna (Leonor Watling) zeigen Zuneigung für Martin, doch dieser scheint hauptsächlich begeistert mit Seldom den Fall zu lösen, in welchem es plötzlich immer mehr Tote gibt.

Alex de la Iglesias Thriller wirkt ständig bemüht hochgeistig (irgendwie in einer mathematisch-logischen Denke) daher zu kommen, um so seinen Schauplatz zu rechtfertigen. Das tut nicht immer nur gut. Auch die Struktur eines Krimis kann „Oxford Murders” nicht aufbrechen, wenngleich das Ende nicht beliebig und durchaus geistreich arrangiert ist und auch den Kontext eines Mordes einbezieht. Aber all das macht diesen Thriller zu keinem Kunstwerk, sondern nur zu einen zwar sehenswerten, aber nicht herausragenden Film.