Romanik
Romanische Gebäude sind heute eher selten zu finden, was auch daran liegt dass sie ein beträchtliches Alter erreicht haben. Dieses Alter (die Romanik kann man recht grob zwischen die Jahre 800 bis 1200 ansiedeln und wie fast jede zeitliche Einordnung von Epochen ist auch diese äußerst ungenau) macht es auch so schwer sie zu finden, denn entweder existieren diese Gebäude nicht mehr, oder sie wurden im Laufe der Zeit so umgebaut, dass man ihren ursprünglichen Stil nicht mehr erkennt.
Romanische Gebäude sind fast immer Kirchen, was damit zu tun hat das sie in einer Epoche gebaut wurden wo der gesellschaftliche Einfluss der Kirche mit der heutigen Zeit nicht mehr vergleichbar ist. Die Kirche war damals Träger des Wissens (in den Klöstern). Zumeist richteten sich diese Kirchen nach der Grundform der Basilika aus. Eine Basilika ist eine bis in die antike Zeit zurückreichende Form eines Längsbaues, das zumeist einen Eingang an der schmalen Seite aufweist.
Stlistisch wirken die romanischen Gebäude zumeist recht massiv und schlicht. Sie haben recht grobe Mauern und nur kleine Fenster und Türen. Kennzeichnend für romanische Gebäude sind ebenso Rundbögen, Tonnengewölbe und Würfelkapitelle.
Vera Cruz (Segovia)
Kirche “Vera Cruz” in Segovia (Spanien)
Die kleine Kirche Vera Cruz, welche schon 1208 als Templerkirche geweiht wurde ist die letzte romanische Kirche der Stadt Segovia. Die Kirche sollte einen Teil des Kreuzes aufnehmen, welcher sich aber nicht mehr hier befindet. Vom 13. bis zum 17. Jahrhundert gehörte die Kirche dann den Maltesern und ist immerhin schon seit 1919 ein „Monumento Nacional“.
Wer einmal einen romanischen Bau sucht, der ist bei Vera Cruz genau richtig. Die Kirche ist ein 12-eckiger Rundbau mit einer kleinen Kuppel, die im Inneren eine gleichfalls 12 eckigen Reliquienkapelle beherbergt. Wunderbar sind hier die typischen Merkmale der romanischen Architektur zu betrachten, eine massive und schlichte Bauweise, mit kleinen Fenstern und Türen, mit Rundbögen und Säulen mit Würfelkapitellen.