Christian Kracht – Imperium

Das 20. Jahrhundert kann man ohne viel geschichtliches Hintergrundwissen und Fantasie als das Säkulum der in der Praxis durchgeprobten Ideologien interpretieren. Teilweise waren diese Ideengebäude äußerst instabil und orientierten sich eher an den personifizierten Verkörperungen ihrer Führer als an logischer Stringenz, was nicht wirklich so dramatisch gewesen wäre (auch heute gelten ja starke Führerpersönlichkeiten immer noch als en vogue), hätten nicht viele Millionen Menschen ihr Leben lassen müssen, nur weil sie nicht in den kleinen Baukasten der Weltanschauung passten, mit welchem jeweils gerade die Welt verändert zusammengebastelt werden sollte. „Christian Kracht – Imperium“ weiterlesen

Christian Kracht – Faserland

Ein Namenloser Ich-Erzähler reist durch Deutschland, von Nord nach Süd. Er ist noch keine 30 Jahre alt, hat reiche Eltern und kann es sich erlauben, von Party zu Party zu ziehen. Erst Sylt, dann Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, München, Meersburg und abschließend Zürich (was dann auch die einzige Station ist, die nicht in Deutschland liegt). Geldsorgen hat der Ich-Erzähler, dessen Namen der Leser nicht kennt, keine. Auch sonst erfährt man nur wenig von seinem Leben. Von der Eliteschule Salem geschmissen, hat er entweder keinen Job, oder benötigt keinen. Obwohl er von Party zu Party reist, ist er kein kontaktfreudiger Lebemann, sondern ein konservativ zurückhaltender Typ, der allerdings ein massives Alkoholproblem hat und der geradezu versunken in seine eigene Welt ist. „Christian Kracht – Faserland“ weiterlesen