Der unsichtbare Gast

Jahr: 2016 | Regie: Oriol Paulo | Länge: 110min | Originaltitel: „Contratiempo“ | Location: Pyrenäen

Adrián (Mario Casas) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, dem der Mord an seiner Geliebten Laura (Bárbara Lennie) vorgeworfen wird. Die Last der Indizien liegt schwer auf ihm. Sein Anwalt schickt ihm die Star-Anwältin Virginia Goodman (Ana Wagener), die sich nochmal den gesamten Fall aus Adriáns Perspektive erklären lässt. Schnell stellt sich heraus, dass der Todesfall von Laura tiefere Gründe hat, der mit dem Verschwinden eines Jugendlichen in den Pyrenäen zu tun hat, dessen Vater (José Coronado) um Aufklärung bemüht ist. „Der unsichtbare Gast“ weiterlesen

Regression

Jahr: 2015 | Regie: Alejandro Amenábar | Länge: 106 min | Suspense-Thriller | Location: 1990 in Minnesota

Detective John Kenner (Ethan Hawke) wird bei einem ungewöhnlichen Fall eingesetzt. Die 17-jährige Angela (Emma Watson) sucht Schutz in der Kirche und schreibt von dort einen Brief an die Polizei, dass sie von ihrem Vater John Gray (David Dencik) seit einem Jahr missbraucht wurde. Dieser kann sich an nichts erinnern, meint aber das seine Tochter immer die Wahrheit sagt. So wird der Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis) hinzugezogen, der mittels Regressionstherapie die verborgene Wahrheit ans Licht führen. Schnell erweitert sich der Verdacht und man muss annehmen, das eine okkulte Teufelsanbeter-Sekte im Ort ihr Unwesen treibt. „Regression“ weiterlesen

I, Tonya

Jahr: 2017 | Graig Gillespie | Länge: 120min | Location: hauptsächlich Portland / Oregon

Die olympischen Winterspiele 1994 im norwegischen Lillehammer sind allgemein in guter Erinnerung geblieben, aber so richtig genau entsinnt man sich dann doch nicht mehr, wer was wann wie gewonnen hat. Die Mockumentary „I, Tonya“ bringt uns einem der (kleinen) Skandale jener Spiele wieder in Erinnerung. „I, Tonya“ weiterlesen

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Jahr: 2017 | Regie und Drehbuch: Martin McDonagh | Länge: 116min | Location: Ebbing (fiktive Kleinstadt im Mittleren Westen der USA)

Abseits gelegen von der Kleinstadt Ebbing stehen seit vielen Jahren Plakatwände herum. Hier kommen nur wenige Menschen vorbei, so zum Beispiel Mildred Hayes (Frances McDormand) und ihr Sohn Robbie (Lucas Hedges) die unweit von hier wohnen. Sieben Monate zuvor wurde an dieser Stelle Mildreds Tochter vergewaltigt und umgebracht, doch bis heute ist noch kein Täter ermittelt, nicht einmal ein Verdächtiger. So beschließt Mildred bei Red Welby (Caleb Laundry Jones), dem Leiter der Werbevertriebsfirma, die drei Plakatwände für ein Jahr zu mieten, um sie mit folgenden Sätzen beschriften zu lassen: „Raped While Dying“, „Still No Arrests?“, „How come, Chief Willoughby?“. Da auch der lokale Fernsehsender über die Aktion berichtet und Mildred zu verstehen gibt, dass die Polizei lieber damit beschäftigt ist, schwarze Mitbürger zu malträtieren, als richtige Polizeiarbeit zu leisten, werden die drei Plakatwände schnell zum großen Thema im kleinen Ebbing. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ weiterlesen

Lady Bird

Jahr: 2017 | Regie und Drehbuch: Greta Gerwig | Länge: 95min | Location: Sacramento

Jeder schrammt durch seine Adoleszenz irgendwie anders durch und doch ist sie für viele im Großen und Ganzen gleich. Man lernt, dass es so etwas wie Unabhängigkeit von den Eltern gibt, das man sich verlieben kann und vor allem, dass das Leben vor einem liegt und man nun loslaufen kann, weil man irgendwie alt genug ist, allein seine Runden zu drehen. Dabei sind die Vorgehensweisen natürlich unterschiedlich.

Christine McPherson (Saoirse Ronan) hat mit ihren 17 Jahren beschlossen, dass der Name „Lady Bird“ viel besser zu ihr passt als der von ihren Eltern gegebene und möchte von nun an auch so genannt werden. Das letzte Jahr der Highschool ist dafür da, ihre Freiheit auszutesten. Sie will ihre Kreativität ausleben, sich verlieben und ihre Sicht auf die Dinge in der Welt finden. Das alles unterscheidet sie nicht wirklich von ihren Mitschülern an der katholischen Schule in ihrer Heimatstadt Sacramento, nur vielleicht insofern, dass Lady Bird den Ort als sehr provinziell ansieht und lieber ins glitzernde und trendige New York gehen würde. Das sieht ihre Mutter Marion (Laurie Metcalf) gar nicht gern. Erstens hat die Familie finanziell den Gürtel enger zu schnallen, weil der Job von Vater Larry (Tracy Letts) alles andere als gut läuft und zweitens möchte sie doch nur sehen, dass ihre Tochter mehr aus ihrem Leben herausholen kann, als nur ein rebellischer Teenager zu sein. „Lady Bird“ weiterlesen

The Polka King

Jahr: 2018 | veröffentlicht auf netflix | Regie: Maya Forbes | Länge: 94 min | Drehbuch: Maya Forbes, Wallace Wolodarsky

Heutzutage kommt das Kino ja gern mal nach Hause. So bieten Video on Demand Anbieter nicht nur selbstproduzierte Serien an, sondern immer wieder auch mal „Kinofilme“ die sie selbst in Auftrag gegeben haben. Am 12. Januar 2018 hatte auf netflix so, „The Polka King“ Premiere (wobei er schon ein Jahr vorher beim Sundance Festival lief, was einer Kinovorführung viel mehr entspricht und dem heimischen Tablet, Monitor oder Fernseher).
Der Film beschreibt den Aufstieg und Fall des polnischen Immigranten Jan Lewan (Jack Black), der mit seiner Polkaband irgendwo in Pennsylvania seine zumeist älteren Zuhörer stimmungsvoll unterhält. Jans bester Freund Mickey Pizzazz (Jason Schwartzman) spielt in der Band und muss ebenso wie Lewans Schwiegermutter Barb (Jacki Weaver) feststellen, dass Jan zwar ein großes Herz und einen fast unbändigen Arbeitswillen hat, aber die Geschäfte trotzdem nur bestenfalls mäßig laufen. Doch Jans Frau Marla (Jenny Slate), ehemalige Schönheitskönigin, glaubt an ihren Gatten und dessen Erfolg. Und um diesen auf die Sprünge zu helfen, findet Jan Investoren, denen er eine entsprechende Rendite verspricht, wenn er und die Band berühmt werden. Und so beginnt sein Aufstieg, der ihn zu den Grammys führen wird und solange Jan bei seinen Fans als netter, liebenswerter und vertrauenswürdiger Schwiegersohn rüber kommt, fangen diese auch nicht nach darüber nachzudenken, in was konkret sie hier eigentlich investiert haben. „The Polka King“ weiterlesen

Vertigo (Aus dem Reich der Toten)

 

Jahr: 1958 Regie: Alfred Hitchcock Länge: 129 min Location:  San Francisco

 

Der Polizist John „Scottie“ Ferguson (James Steward) ist auf der Verfolgung eines Kriminellen und springt über die Dächer San Franciscos, um diesen zu fassen. Doch da geschieht ein Ungeschick, er gleitet aus, rutscht über das Dach und kann sich gerade noch an der Regenrinne festhalten. Unter ihm die Straße – weit unter ihm. Sein Kollege eilt über das Dach zur Hilfe, reicht ihm die Hand, verliert die Kontrolle und stürzt hinab in die Tiefe. „Vertigo (Aus dem Reich der Toten)“ weiterlesen

The Party

 

Jahr: 2017 Regie und Drehbuch: Sally Potter Länge: 71 min Location: Stadthaus in London

 

Janet (Kristin Scott Thomas) hat es geschafft! Sie ist zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett ihrer allerdings eher doch aussichtslos runter gewirtschafteten Partei ernannt wurden. Gemeinsam mit ihrem Mann Bill (Timothy Spall) veranstaltet sie eine kleine Party unter den engsten Freunden, um das Ereignis zu feiern. Janets zynische Freundin April (Patrica Clarckson) kommt mit ihrem deutschen Mann Gottfried (Bruno Ganz), dessen Leidenschaft der Esoterik gilt und der das auch gern mitteilt. Auch das Paar Martha (Cherry Jones) und Jinny (Emely Mortimer) kommen und haben gleichfalls hervorragende Neuigkeiten zu präsentieren. Schließlich soll auch noch Kristins engste Mitarbeiterin Janet kommen, die jedoch ihren attraktiven Ehemann Tom (Cillian Murphy) vorschickt. Alles ist angerichtet für eine wunderbare kleine Party. „The Party“ weiterlesen

El Bar

Eine spanische Bar ist ein offener Treffpunkt vom Stammgästen und zufällig hineinschneienden Besuchern. Es ist weniger wie eine Verlängerung des Wohnzimmers zu denken, sondern wie eine überdachte und mit Speis und Trank angereicherte Ecke der Straße. Álex de la Iglesia, ist in seinem Heimatland einer der bekanntesten Regisseure, nahm sich 2016 dieses Schauplatzes an und inszenierte einen Thriller mit dem ihm eigenen schwarzen Humor. „El Bar“ weiterlesen

Delirium

Ricardo Darín zählt zu den bekanntesten Schauspielern Argentiniens. Auch hierzulande dürfte er einigen Kinobesuchern bekannt sein, spielt er doch in der furiosen Rache-Komödie „Wild Tales“ (im Original: „Relatos salvajes“) mit. In seinem Heimatland ist Darín ein Superstar und diese Idee nimmt auch Carlos Kaimakamian Carraus Komödie „Delirium“ von 2014 auf, welche auf netflix abrufbar ist. „Delirium“ weiterlesen