Originaltitel: „Amarga Navidad“ | Jahr: 2026 | Regie & Drehbuch: Pedro Almodóvar | Spielfilm | Länge: 111min
Kommen wir zur Frage des Gesamtkunstwerkes. Die ist nicht immer leicht zu beantworten. Natürlich kann jeder Film Kunst sein, aber die allerwenigsten sind es, obwohl man natürlich nur schwer eine Grenze zur Kunstlosigkeit ziehen kann, die dann eine eindeutige Demarkationslinie darstellen würde. Was ich jedoch immer beeindruckend finde, ist, wenn ein Regisseur auch für das Drehbuch verantwortlich war. Dies gibt mir als Zuseher immer das Gefühl, hier wurde eine künstlerische Idee erst erdacht und dann entwickelt, inszeniert und zusammengesetzt. Ich bin daher ein großer Fan von Filmen wie beispielsweise von Christopher Nolan oder auch von Pedro Almodóvar, die bei ihren Werken immer auch am Drehbuch mitschreiben. Und damit sind wir schon mitten im Thema, in Almodóvars neuem Film, der sich das Schreiben eines Drehbuchs zum Thema macht und sich dabei um Fragen dreht, wie Realität und Fiktion sich gegenseitig beeinflussen, wie das Niederschreiben von Fiktion zu Kunst wird, aber auf der anderen Seite auch, wie wirkmächtig diese Fiktion für die Realität wird. „Bitteres Fest“ weiterlesen