In the Shadow of the Moon

Jahr: 2019 |Regie: Jim Mickle | Länge: 115 min | Science-Fiction Thriller

Diese Hitze! Da sucht man schon nach jeder Möglichkeit sich abzukühlen. Und umso wärmer (meine Wohnung erreichte jüngst tatsächlich die 36 Grad Marke und war damit wärmer, als der Tagesmaximalwert draußen!) umso kreativer werden die Gedanken an Abkühlung und was läge da näher, als einen Film mit dem Titel „im Schatten des Mondes[1] zu betrachten (ja, na gut, ich gebe zu, da gibt es wirklich sinnvoller Methoden der Abkühlung). „In the Shadow of the Moon“ weiterlesen

David Mitchell – Die Knochenuhren

Erschien 2014 mit dem Originaltitel: „The Bone Clocks“ | deutsche Übersetzung von Volker Oldenburg erschien 2016 bei Rowohlt | 812 Seiten

Am 19. Juli kam David Mitchells neuster und mittlerweile achter Roman „Utopia Avenue“ in die Buchläden und selbstverständlich wird eine Ausgabe davon schon bald auch in meinem Regal stehen. Doch vorher galt es für mich, dass letzte, bis dato nicht studierte Werk des Briten zu lesen, „Die Knochenuhren“, welches sich günstigerweise schon in meinem Regal befand. „David Mitchell – Die Knochenuhren“ weiterlesen

The Divine Comedy – Our Mutual Friend

aus der Reihe: Musik liegt in der Luft

Ich schreibe eigentlich nicht über Musik. Zum einen würde ich mich nicht gerade als Experten bezeichnen und zum zweiten finde ich tatsächlich, dass man über Musik nur schwer sprechen kann. Ein schönes Beispiel dafür habe ich erst gerade wieder auf einem Festival erlebt. Im Programmheft bekamen dabei einige Musiker eine ganze Seite mit Beschreibung zur Verfügung gestellt (andere etwas weniger), zum anderen wurde jeder Künstler vor seinem Auftritt extra vorgestellt. Die Vorstellung von „The Divine Comedy“ verlief dann auch so, dass ich gar nicht so richtig wusste, was da auf einen zukam, so eklektisch fand ich den scheinbar aus Wikipedia herausgenommenen Beitrag des Ankündigers, dessen Job mir etwas antiquiert vorkommt (ähnlich dem Programmansagerinnen im Fernsehen, den man sich in den 90ern entledigt hat).

Tatsächlich sollten aber „The Divine Comedy“ meine persönliche Entdeckung des Festivals werden. Stilvoll, mit Hang zu (Selbst-) Ironie und großer Geste, die man vielleicht mit Pulp vergleichen könnte, auch wenn die letztgenannte Band etwas tanzbarer ist. Ich möchte am Beispiel des auch auf dem Konzert vorgetragenen Songs „Our Mutual Friend“ kurz vorstellen, was ich an „The Divine Comedy“ so schätze.
Ich gebe zu, zwar schon vorher[1] von der nordirischen Band, die sich im Grunde ganz nur um Neil Hannon (als einziges beständiges Mitglied) dreht, gehört zu haben, aber wirklich Songs kannte ich nicht und das ganze Konzert war für mich voller positiver Überraschungen.[2]

„The Divine Comedy – Our Mutual Friend“ weiterlesen

Windfall

Jahr: 2022 | Drehbuch & Regie: Charlie McDowell | Länge: 92min | Thriller

In einer abgelegenen Villa in Kalifornien macht sich ein Niemand (Jason Segel) daran wertvolle Dinge zu stehlen. Doch seine Tätigkeit wird durch die unerwartete Rückkehr des Besitzers, eines sehr wohlhabenden CEOs (Jesse Plemons) und seiner Frau (Lily Collins) gestört. Der Räuber versucht unerkannt zu flüchten, wird aber entdeckt und damit wird dieser Überfall zwischen den drei Menschen ausgehandelt. „Windfall“ weiterlesen

Alexander Osang – Lennon ist Tod

Aus der Reihe: „aus fremden Regalen

Erschien 2007 bei S.Fischer | 312 Seiten

Irgendwann im Winter hörte ich beim Joggen ein längeres und sehr interessantes Gespräch mit Alexander Osang, den ich bis dato nicht kannte. Der Berliner Journalist und Schriftsteller ist in letzter Zeit in das Auge der öffentlichen Wahrnehmung getreten, weil er Angela Merkel erstmals länger nach Beendigung ihrer Kanzlerschaft interviewte. Ungefähr zur Zeit des Interviews fand ich im Regal meiner Schwester beim Katzensitten einen Roman von Osang und griff kurzerhand zu. „Alexander Osang – Lennon ist Tod“ weiterlesen

Massive Talent

Jahr: 2022 | Originaltitel: „The Unbearable Weight of Massive Talent“ | Drehbuch & Regie: Tom Gormican | Länge: 107min | Action-Komödie

Meta-Ebenen heben meine Erwartungshaltung! Wenn ein Film gezeigt wird, in welchem Nicolas Gage sich selbst spielt, dann weckt das meine Aufmerksamkeit und so spazierte ich neulich ins Kino, wo ich wohl auch wegen des guten Wetters außerhalb des Kinos, anfangs ganz allein im Saal saß. Doch nach 5min Spielzeit, kam dann ein Pärchen hinein und wir drei schauten uns einen Film an, der mit einer Entführung beginnt und dann auf Nicolas Cage (Nicolas Cage) umblendet, der sich gerade recht zwanghaft, um eine Rolle in Hollywood bemüht, die er aber natürlich nicht bekommen wird. Stattdessen erwähnt sein Agent (Neil Patrick Harris) etwas von einer Geburtstagsparty des reichen Playboys Javi Gutirrez (Pedro Pascal), der ihm eine Millionen Dollar, nur für seine Anwesenheit zahlt. Da Cage gerade den 16.Geburtstag seiner Tochter (Lily Sheen) versaut, seine Frau (Sharon Horgan) sich von ihm scheiden gelassen und er massive Schulden aufgebaut hat, nimmt er widerwillig an und fliegt zur Party nach Mallorca. Dort erwartet ihn Javi persönlich und schon bald stellt Cage fest, dass Javi nicht nur ein Ultra-Nicolas-Cage-Fan ist, sondern sie auch die gleiche Leidenschaft für die Filmkunst teilen. Doch dann hört Cage von der Entführung der Tochter eines katalanischen Politikers und diese wirft, dank der Vermittlung der CIA ein schlechtes Licht auf Javi. „Massive Talent“ weiterlesen

Barry – Staffel 3

Idee: Bill Hader, Eric Berg | Dramedy – Serie | 8 Folgen in 3. Staffel (insgesamt 24) | veröffentlicht 2022 auf HBO (in Deutschland auf Sky)

Das ist sie endlich, die lange erwartete 3.Staffel der wundervollen Serie „Barry“ über den ehemaligen Auftragskiller Barry Berkman (Bill Hader), der Schauspieler werden will. In Staffel drei hat Barrys Freundin Sally (Sarah Goldberg) endlich den erwünschten Erfolg mit ihrer eigenen Serie „Joplin“. Gene Cousineau (Henry Winkler) wiederum erfährt mehr über Barry und will diesen zur Strecke bringen, was allerdings darin mündet, dass Barry ihm wieder in der Filmindustrie rehabilitiert. Barrys alter Bekannter NoHo Hanks (Anthony Carrigan) kann sich kaum mehr um die Belange seiner tschetschenischen Mafia kümmern, weil er verliebt ist. „Barry – Staffel 3“ weiterlesen

Haruki Murakami -Naokos Lächeln

Erschien 1987 unter dem Originaltitel: „noruwei no mori“ (englischer Titel: „Norwegian Wood“) deutsche Übersetzung von Ursula Gräfe 2001 erschienen bei 2001 bei DuMont | 416 Seiten

Als ich für diesen, meinen Blog den Text für David Mitchells „Number#9 Dream“ schrieb, wurde ich bei der Recherche zum Text auf Haruki Murakamis Buch „Naokos Lächeln“ aufmerksam. Eigentlich hatte ich gerade erst genug gelesen vom vielleicht weltweit renommiertesten japanischen Schriftsteller unserer Tage und „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ hatte ich in wenig begeisternder Erinnerung, aber trotzdem nahm ich mir vor „Naokos Lächeln“ mal eine Chance zu geben. So kam es nun mit dem aufkommenden Sommer, dass ich mir den Roman vornahm, stellen doch Murakami Bücher immer eine gewisse Leichtigkeit beim Lesen dar und eignen sich hervorragend für heiße Sommertage und deren Überwindung durch Lektüre.

Und was war das für ein großes Glück unter der Sonne, denn „Naokos Lächeln“ ist ein wirklich sehr lesenswertes Buch, dass für Murakami vielleicht etwas untypisch ohne jedes fantastische Element auskommt. Stattdessen begleiten wir den 19-jährigen Toru Watanabe, der 1969 nach Tokyo gekommen ist, um zu studieren. „Haruki Murakami -Naokos Lächeln“ weiterlesen

The Baby

Idee: Lucy Gaymer und Siân Robins-Grace | Dramedy – Mini-Serie mit acht Episoden | veröffentlicht 2022 auf HBO (in Deutschland auf Sky)

Manchmal kommt man auf den komischsten Umwegen dazu, eine neue Serie zu schauen. In einer Radiosendung, die sich der Verlautbarung elektronischer Musik widmet, wurde über eine neue Serie mit dem Namen „The Baby“ gesprochen. Der Moderator erwähnte kurz, dass es sich dabei um die ungewöhnliche Geschichte eines Babys handelt, das möglichst niemand haben möchte, um danach einen Song aus der Serie zu spielen. Das Lied tat es mir nun nicht gerade an, aber die kontraintuitive Geschichte eines Babys, das so Böse ist, dass es niemand haben möchte, erschien mir eines Blickes würdig.

Natasha Williams (Michelle de Swarte) surft mit ihren 38 Jahren durchs Leben, da käme es ihr nie in den Sinn, die Verantwortung einer Mutterrolle zu übernehmen und sie zieht ihre besten Freundinnen damit auf, was diese ihr etwas übelnehmen, weil sie selbst eben gerade Mutter geworden sind, bzw. kurz davor stehen es zu werden. Doch dann passiert etwas sehr Ungewöhnliches. Vor Natasha stürzt eine Frau in den Tod und ein scheinbar zu ihr gehörendes Baby (Albie Hills und Arthur Hills) fällt in Natashas Arme. Glücklicherweise kommt die Polizei zur Hilfe und nimmt sich des Babys an. Doch auch die beiden Polizisten versterben nur Momente danach bei einem Unfall und das Baby bleibt bei Natasha. Das ist aus vielerlei Hinsicht für sie ein Problem, denn wie bereits erwähnt, stand ein Baby nicht auf ihrer Prioritätenliste. Doch damit nicht genug, denn eine geheimnisvolle ältere Frau (Amira Ghazalla) macht Natasha darauf Aufmerksam, dass das nun in ihren Armen befindliche Baby ein Massenmörder ist, der schon zum Tod von allerlei Menschen – insbesondere Frauen – führte. Doch wie sich dieses Problems entledigen? Keinesfalls wohl unter zur Hilfenahme von Natashas Schwester Bobby (Amber Grappy), die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünscht!   „The Baby“ weiterlesen

The Tourist

Idee: Harry und Jack Williams | Thriller- Serie | 1.Staffel mit 6 Folgen | veröffentlicht 2022 auf BBC One (in Deutschland ab Herbst im ZDF)

Ein nordirischer Tourist (Jamie Dornan) wird plötzlich – mitten im australischen Outback – von einem Laster verfolgt. Es kommt zum Unfall, in dessen Folge der Tourist erwacht und unter Amnesie leidet. Er weiß rein gar nichts mehr über sich, nicht mal mehr seinen eigenen Namen. Die Hilfspolizistin Helen Chambers (Danielle Macdonald) nimmt sich des vom Schicksal gebeutelten Menschen an, doch auch sie steht vor einem Rätsel und ihr niedriger Rang erlaubt eigentlich keine weiteren Nachforschungen. Um seine Identität wiederzufinden, begibt sich der Tourist in ein Café, was nur kurz nach seinem Verlassen gesprengt wird. Ihm wird langsam klar, dass sein unbekanntes Selbst in gewisser Gefahr schwebt. Glücklicherweise traf er kurz vor der Detonation auf die eigenwillige, aber sehr attraktive Luci (Shalom Brune-Franklin). Doch mit ihrer Hilfe muss er erfahren, dass man dem Touristen nicht verraten möchte, wer er ist und bald schon muss er feststellen, dass nicht nur die Polizei in Form des hochdekorierten Aufklärers Lachlan Rogers (Damon Herriman) großes Interesse am Touristen hat, sondern auch ein sehr merkwürdiger amerikanischer Bartträger, namens Billy Nixon (Ólafur Darri Ólafsson) seine Verfolgung (wieder) aufgenommen hat. „The Tourist“ weiterlesen