Mai 22 2013

Hallenfußball regional: Spielbericht zum 21.5.2013

Bunt: Torsten - Behre - Sebastian (von Andre) - tommr

Rot: Andre - Mike - Kurt - Clemens

Endstand: 16-7

Bemerkungen: Statt der erhofften 10 Mann waren leider nur 9 am gestrigen Dienstag angetreten, was Benny dazu veranlasste seinen Prinzipien treu zu bleiben und noch vor der Zusammenstellung der Mannschaften die Halle zu verlassen, da er unter 10 Teilnehmer nicht mitspielt. So wurde vier gegen vier gespielt. Bunt erwies sich dabei als klar bestimmendes Team und das auch mit der neuen Rückpassregel. Der Sieg war eigentlich nie in Gefahr und man spulte sein Programm locker runter.

Spannender war der Apres-Kick, diesmal am Spätshop neben dem riesa efau. Fünf Kicker konnten dabei höchst interessante Bewohner der Friedrichstadt kennenlernen. So einen Flaschensammler, der von einem Spaziergang von Leutewitz nach Elsterwerda zu berichten wusste, um dort eine Diskothek zu besuchen. Obwohl scheinbar vollkommen ernst gemeint  hatten seine Ausführungen eine nicht zu verleugnende humoristische Note, die dem Sprecher allerdings nicht bewusst war. Insgesamt war festzustellen, dass in der Friedrichstadt eine hohe Zahl von eigenwilligen Gestalten wohnt für die sich die Elitenforschung allesamt nicht groß interessieren wird.


Mai 17 2013

Wiesbaden

Ein kurzer und durch das Wetter leider reichlich grauer Sonntagsausflug brachte mich nach Wiesbaden, der altehrwürdigen Kurstadt (am Ende des 19. Jahrhunderts sogar Weltkurstadt) und natürlich auch der hessischen Landeshauptstadt. Zwar waren schon den Römern die heißen Quellen geläufig und auch erstmals 77 n.Chr. unter dem Namen „Aquae Mattiacorum” beschrieben, der Name Wisibada taucht aber erstmals 830 auf. Im 18. Jahrhundert wurde das Schloss Biebrich die Hauptresidenz des Hauses Nassaus und ab 1806 war Wiesbaden die Hauptstadt des Herzogtums Nassaus. Als Residenzstadt erlebte der kleine Ort einen  großen städtebaulichen Aufschwung, wobei nach 1866 die Zeit des adligen Residierens vorbei war, da Nassau von Preußen annektiert wurde. Jedoch erlebte man als Kurbad, Kongressstadt und Verwaltungssitz weiterhin einen Aufschwung und der Name „Nizza des Nordens” machte die Runde, der Kaiser genoss hier die Sommerfrische und Spielbanken waren beliebte Anziehungspunkte für Touristen aus aller Welt. Nach dem 1.Weltkrieg erlischt der Ruhm als Kurstadt recht schnell und mit der Gründung des Landes Groß-Hessens 1945 (1946 dann Hessen) wurde man wieder Hauptstadt. Weiterlesen


Mai 13 2013

Das Boot

Ein gediegener Sofa-Samstagabend und das interessante Programm des NDR, brachten mir das große Vergnügen mal wieder „Das Boot” zu sehen und zwar in der Director’s Cut Version aus dem Jahr 1997 (wobei der Originalfilm von 1981 ist), welche auch die Version war, die ich vor 16 Jahren erstmals sah. Besonders bemerkenswert an jenem Abend war, dass die ARD fast zeitgleich den “Untergang” brachte, was inhaltlich zumindest mal in denselben historischen Kontext passt und übrigens auch als Ersatztitel für „Das Boot” gar nicht mal so unpassend wäre. Weiterlesen


Mai 10 2013

Was bleibt

„Was bleibt” ist ein deutscher Film aus dem Jahr 2012 von Hans-Christian Schmid. Marko (Lars Eidinger) fährt mit seinem Sohn (Egon Merten) aus Berlin zu seinen Eltern und seinem Bruder ins Siebengebirge bei Bonn. Ein Familientreffen ist anberaumt worden, weil es wichtige Neuigkeiten gibt. Marko jedoch möchte seinen Eltern verheimlichen, dass seine Frau nur deshalb nicht mitkommt, weil er von ihr schon seit einiger Zeit getrennt lebt und er seinen Sohn zumeist nur am Wochenende sieht. Doch auch dem Rest der Familie geht es nicht gut. Bruder Jakob (Sebastian Zimmler) hat mit dem Geld seines Vaters Günter (Ernst Stötzner) eine Zahnarztpraxis eröffnet, die keine Patienten hat und nur seine Freundin Ella (Picco von Grote) ahnt die finanziellen Belastungen und den Druck der auf ihm liegt. Die Neuigkeit stellt sich als Verkauf von Günters Verlag heraus, der der Familie eine beträchtliche Summe einspielt und den Vater die Freiheit gibt, jetzt an seine schon immer erträumten Projekte denken lässt. Der eigentliche Paukenschlag ist aber das Mutter Gitte (Corinna Harfouch) erklärt keine Medikamente mehr zu nehmen, da sie denkt mit alternativen Heilmethoden ihre psychischen Probleme in den Griff zu bekommen.

„Was bleibt” ist ein Familienfilm, oder besser ein Film über Familie. Ein Film über Geheimnisse, die man selbst seinen engsten Angehörigen nicht erzählt, weil man Angst hat sie könnten das stabile Gefüge des Alltags durchbrechen und alles ins Unglück stürzen. „”Was bleibt” zeigt Charaktere, deren Leben sich eingespielt hat, die alle mit ihren Problemen leben und diese besser für sich behalten und in deren Mittelpunkt die ewig kranke Mutter steht, der man erst recht nie etwas Schlechtes sagen möchte, da sie sonst explodieren könnte. Schmieds Film ist aber ebenso ein Film über das Aufbrechen von Strukturen, über die Katharsis die zu neuen Wegen führt, aber auch Sündenböcke hinterlässt. Das macht Hans-Christian Schmids Film äußerst sehenswert. Schauspielerisch überzeugt das gesamte Ensemble, die Musik von The Notwist ist zurückhaltend, aber sehr passend, lediglich einige Dialoge wirken mir, allerdings nur sehr selten, zu verkürzt. So ist „Was bleibt” ein wunderbarer Beitrag des deutschen Films. Sehr sehenswert.


Mai 8 2013

Hallenfußball regional: Bericht zum 7.5.2013

Bunt: Stephan - schlikkes - Torsten - Saschi - tommr

Rot: Benny - Gaggia - richie - Andre - Behre

Endstand: 10-10

Bemerkungen: Nach zweimaliger Pause mal wieder Fußball bei den Kickern. Wurden die letzten beiden Dienstage damit verbracht spannende (oder weniger spannende) Champions League Halbfinalspiele anzuschauen, erlaubte es der UEFA Spielplan, dass diese Woche mal wieder gekickt wurde. Und das zur neuen Uhrzeit und zu allem Überfluss auch noch eine halbe Stunde länger (was gegen Ende des Spiels von einigen Kickern mehrmals angemahnt wurde).

Rot, die eindeutig favorisiert in die Partie gingen, gelang es nicht aus der technischen Überlegenheit einen ausreichenden Torvorsprung herzustellen. Bunt wich dem Pressing der Roten (ist es eigentlich auch Pressing wenn man einfach immer nur vorn stehen bleibt?) durch viele Rückpässe aus, die der Torwart mit großer Begeisterung in die Hand nahm. Diesbezüglich soll für nächste Woche eine Regeländerung eingeführt werden, die das Rückpassspiel ohne Hand einführt. Obwohl Bunt sich sogar den Luxus erlaubte, günstige Gelegenheiten nicht zu nutzen, kann man recht zufrieden sein mit der eigenen Vorstellung bei einem letztendlich fairen Unentscheiden, dass aber trotzdem nicht ohne einige kleine Reiberein auf dem Spielfeld abging. Saschi gab nach langer Zeit mal wieder ein Gastspiel, wirkte zwar manchmal noch etwas eingerostet, schaffte es aber immer wieder altes Können aufblitzen zu lassen.

Da die Auszeit in Zukunft von den Kickern gemieden wird, da sie uns als wenig erwünschte Gäste beim Halbfinalspiel Bayern gegen Barcelona ansah, ging es mal wieder ins riesa efau, wo mit großer Freude über den bevorstehenden Männertag gesprochen wurde.


Apr 14 2013

Franz Kafka - Das Schloss

Mein Interesse an Franz Kafka geht eigentlich zurück am Roman als Gattung insgesamt. Um die Jahrtausendwende  herum kaufte ich mir das Buch: „Wie interpretiert man einen Roman?” In diesem Buch werden neben vielen theoretischen Erklärungen auch einige wegweisende Romane vorgestellt. Und ein relativ leicht zu beeindruckender Mensch wie ich, der sich seine Leseliste gern aus einem angeblichen Kulturkanon zusammenstellt, konnte feststellen, dass Franz Kafkas „Das Schloss” in jenem Romaninterpretationsbuch als Musterbeispiel für die Literatur als Überwindung der Realität genannt wurde.
Diese Geschichte liegt allerdings weit über 10 Jahre hinter mir, was weder meiner Leselust huldigt, noch meine Bestrebungen die Kunstwerke der literarischen Welt zu verschlingen unterstreicht. Im Winter jedoch war ich auf der Suche nach einem Roman und begab mich recht offenen Geistes in eine große Dresdner Buchhandlung. Letztendlich entschied ich mich für ein Buch von Faulkner, hatte aber auch für einige Zeit Kafkas „Schloss” in der Hand, nur um allerdings gesagt zu bekommen, dass dieses Buch eher zu Nervosität führe, da der Hauptdarsteller eben jenes Schloss nie erreichen würde. Ich hielt seinerzeit diese Information für zu inhaltsreich, was sie aber - jetzt nach Beendigung des Werkes, kann ich es sagen - definitiv nicht ist. Weiterlesen