Apr 14 2015

TV in Serie: House of Cards

Wenn man bei der Internetvideothek netflix ist, dann kann man sich eine „Original netlix Serie” ansehen, die noch dazu hochgelobt wurde und mit Kevin Spacey einen Hauptdarsteller hat, der in so vielen Hollywood-Produktionen überzeugte, das er als einer der Größten der Branche gilt. Also Staffel eins angeklickt und play.

Francis „Frank” Underwood (Kevis Spacey) ist ein altgedienter Politiker in Washington, der schon jahrelang für seine Partei, die Demokraten, arbeitet und dafür Sorge trägt, dass das „Teamplay” in seiner Partei funktioniert, oder anders gesagt: das alle so abstimmen, wie die Parteilinie es vorgibt. Nachdem Garrett Walker (Michael Gill) zum neuen Präsidenten für die Demokraten gewählt und Underwood der Außenministerposten versprochen wurde, wird diese Abmachung gebrochen. Frank soll weiterhin die Mehrheiten organisieren. Fraglos  ist das für ihn eine Enttäuschung, denn sein politischer Aufstieg scheint beendet. Er beschließt auf anderen Wegen weiter nach oben zu kommen. Als erstes baut er sich eine Vertraute bei der Presse auf, die schnell aufsteigende Zoe Barnes (Kate Mara), welche die kleinen und großen Indiskretionen in Franks Interesse öffentlich machen soll. Mit Peter Russo (Corey Stoll) findet sich ein Abgeordneter, der so sehr unter seiner Alkoholsucht und dem Hang Frauen nachzusteigen abgelenkt ist, dass er zu einem nützlichen Werkzeug für Frank umgebaut werden kann. Dabei an seiner Seite steht immer Doug Stamper (Michael Kelly), Franks Stabschef, der die schmutzigen Tricks in der Hauptstadt kennt und anwendet, Franks loyaler Mann fürs Grobe. Nicht zu vergessen wäre Franks Frau Claire (Robin Wright), die eine Wohltätigkeitsinstitutionen leitet, dies aber alles andere als mit rein wohltätigen Absichten. Weiterlesen


Apr 9 2015

Thomas Glavinic - Wie man leben soll

Man hat ja so seine Lieblingsautoren. Von denen liest man gern alles, was sich auftreiben lässt. Günstigerweise lässt sich von Thomas Glavinic noch eine Menge auftreiben und so fällt einem sein vierter Roman „Wie man leben soll” in die Hände. Auch wenn man der Meinung ist, dass dieses Werk nicht an die Glanzstücke seines Oeuvres ran reicht, so erfreut man sich doch an dem wie immer ausgesprochen humorvollen Ton und dem wie immer anregenden Stil der Verwendung größtmöglicher Quantität an Indefinitivpronomen, den der Autor einen präsentiert, der in diesem Fall hier nachgeäfft wird (wenngleich auf weniger hohem literarischen Niveau). Weiterlesen


Apr 1 2015

TV in Serie: Mord mit Aussicht

Leider zu selten, kann ich von einer hervorragenden deutschen Serie berichten. „Mord mit Aussicht” ist so ein Ausnahmefall. Das ich erst durch meine Internetvideothek mit der Serie vertraut wurde ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass die Ausstrahlung der Serie in der ARD gern mit meinen Fußballzeiten kollidierte, denn gehört von der ziemlich hohen Qualität hatte ich schon vorher. Wenn ich mich recht erinnere, verließen sogar mal meine Tante und mein Onkel eine Familienveranstaltung sehr pünktlich, um rechtzeitig für eine Ausstrahlung der Sendung zu Hause zu sein (aber ganz sicher darüber bin ich nicht). Weiterlesen


Mrz 24 2015

Jonathan Franzen - “Die 27ste Stadt”

Jonathan Franzens Weltruhm begann um die Jahrhundertwende mit seinem Roman „Die Korrekturen”. Dies war aber schon sein dritter Roman, die beiden Vorgänger, „Strong Motion” und „Die 27ste Stadt” erreichten bei weitem nicht so ein großes Publikum. Aber das ist etwas ungerecht, denn beide Bücher verdienen Beachtung. Da ich „Strong Motion” schon vor vielen Jahren durchlas, fiel meine Aufmerksamkeit auf Franzens Debüt aus dem Jahr 1988, dass erst durch den Erfolg der „Korrekturen” ins Deutsche übersetzt wurde und daher hier 2003 herauskam.

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Mrz 16 2015

Hallenfußball regional: Johannstadt gegen den Rest der Stadt

Wie Sie wissen, berichten wir ja nur noch unregelmäßig von den Schaulaufen der Freitagskicker, außer große Spiele standen an, so wie am letzten Freitag, wo es Johannstadt gegen den Rest der Stadt aufnahm und das in einer Halle die fast noch in Johannstadt liegt. Klar, dass dort der Rest der Stadt als Underdog auftrat.

Zu den Aufstellungen:

Johannstadt: schlikkes - Henry - Dani - Stephan
Rest der Stadt: Torsten - Eric - Sascha (Freund von Eric) - tommr

Endstand: 23-23

Johannstadt spielte mit dem erfolgsverwöhnten Stephan im Tor, der wegen Krankheit dort auch das ganze Spiel über blieb. Doch dieser taktische Kniff, war geradezu brillant, denn anders als der Rest der Stadt, nutzten die Johannstädter die begrenzten Ausmaße der Halle geschickt aus. Bei jedem Angriff stürmten sie mit vier Mann und brachten die Abwehr des Gegners zu Fall. Immer wieder war Stephan der entscheidende freie Mann, der nur noch brachial abziehen musste. Und während der Rest der Stadt mit der eigenen taktischen Aufstellung haderte, vergrößerte sich der Vorsprung von Johannstadt. So stand es schon bald 10-5 und alle Nicht-Johannstädter verließ der Mut, gegen einen solch gut spielenden Gegner etwas ausrichten zu können. Doch in der Folgezeit gelang es den Dresdnern wenigstens den Rückstand bei ca. 5 Toren zu halten und mit zunehmender Spielzeit wurde dieser langsam, aber sicher aufgeknappst. Immer wieder gelang es dem Rest der Stadt, die Ballkontrolle zu gewinnen und schnelle Gegenstöße zu fahren, während sich Johannstadt zunehmend in 1 gegen 1 Situationen verzettelte. Und so stand es tatsächlich erstmals Unentschieden als 21:45 Uhr das Spiel abgepfiffen wurde, weil Dresden heim musste.

Einen Aprés-Kick gab es aber trotzdem, da Eric frisches Becks mitbrachte (großes Lob an dieser Stelle). Das es nur ein Elferkasten war störte, die in die Jahre gekommenen Kicker, nicht mehr (was waren das noch für Zeiten als man in Zschertnitz einen ganzen Kasten Zwergenbräu verputzte), denn nur Stephan erbat sich noch ein Handbier für den Heimweg.


Mrz 11 2015

Inherent Vice

Ich habe meine Probleme damit, einen Film zu sehen, und danach das Buch zum Film zu lesen. Macht für mich keinen Sinn. Interessanterweise geht das aber andersherum ganz gut. Sprich; einen Film zu sehen, dessen Romanvorlage ich schon las, erweckt mein Interesse an der filmischen Umsetzung (wenn sie davon eine psychologische Tiefenuntersuchung machen wollen, dann nur los, Kommentarbox ist unten). So auch bei Paul Thomas Andersons neuem Film „Inherent Vice”. Der Krimi basiert auf dem gleichnamigen Roman (warum der Filmtitel nicht wie der Roman ins Deutsche als „Natürliche Mängel” übersetzt wurde, bleibt wie so häufig ein Rätsel der Marketing-Übersetzungsverantwortlichen) von Thomas Pynchon, dessen Werk ich hier schon angesprochen habe.

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