Feb 5 2010

Zeiten des Aufruhrs - Revolutionary Road

Die Wheelers wohnen in der „Revolutionary Road” (so der Originaltitel des Films, wie auch der Romanvorlage von Richard Yates). Vor sieben Jahren sind sie eingezogen, jetzt sind sie dreißig und der immer gleiche Alltag macht sich breit im Haus, in einer Vorortsiedlung irgendwo bei New York. April Wheeler (Kate Winslet) versucht dem Rest ihres Lebens zu entkommen und schauspielert, denn schließlich hat sie dies einmal gelernt, doch die Aufführung misslingt. Frank (Leonardo di Capirio) hat einen eher mittelmäßigen Job in der City. Die Wheelers wollen etwas besonderes sein, doch wie alle anderen ihrer Nachbarn oder Kollegen gleitet die Zeit dahin, das immer Gleiche der Tage. Nach Aprils Bühnenversuch kommt es zu einem großen Streit zwischen dem Ehepaar. Frank beginnt daraufhin eine geheime Affäre mit einer Sekretärin, es ist sein 30. Geburtstag. Doch alles scheint sich zu verändern, als April Frank noch am selben Tag überzeugt, dass sie nach Paris ziehen könnten um aus dem grauen Alltag zu flüchten. Sie würde für ihn und die zwei Kinder arbeiten und Frank hätte Zeit, sich seinen Vorlieben zu widmen. Der Plan wird gesponnen und die Familie erlebt ein neues Hochgefühl, der Alltag wird von der wiederentdeckten Romantik überrumpelt. Obwohl alle Freunde skeptisch sind und nur ein Verrückter ihnen Mut zuspricht sind die Wheelers glücklich. Und alles könnte auch wunderbar laufen, hätte Frank nicht durch die Leichtigkeit des Seins plötzlich großen Erfolg in seiner Firma und wäre da nicht eine Schwangerschaft, die die Pläne zu scheitern drohen lässt. Weiterlesen


Dez 9 2009

Verbrechen und andere Kleinigkeiten

Achtung während der Beschreibung des Films wird dessen Ende bereits erwähnt!

In zwei Handlungssträngen erzählt Woody Allen die Geschichte seines 1989er Films „Verbrechen und andere Kleinigkeiten” (engl. „Crimes and Misdemeanours”). Zum einen ist da der erfolgreiche Augenarzt Juddah Rosenthal (Martin Landau), der trotz eines auf den ersten Blick harmonischen Familienlebens, eine Affäre mit der Stewardess Dolores Paley (Anjelica Huston) hat. Weiterlesen


Okt 7 2009

Der Knochenmann

Wolf Haas ist sicherlich so manchem Leser auch außerhalb Österreichs ein Begriff. Besonders durch seine Brenner Krimis fand Haas einen breiten Kreis an Fans, die sich momentan über einen ganz neuen Brenner Krimi freuen dürfen. Und wie bei erfolgreichen Stoffen üblich werden diese auch sehr gern verfilmt. Für den Leser der Krimis wirkt dies auf den ersten Blick nicht sonderlich attraktiv, denn die Krimis von Haas leben nicht von einer sonderlich originell verschachtelten Geschichte, sondern von der Art und Weise wie Haas seine Story erzählt. Die Verfilmung dieser sicherlich nicht leichten Aufgabe haben sich Regisseur Wolfgang Murnberger, Hauptdarsteller Josef Hader und der Autor selbst gestellt, welche gemeinsam das Drehbuch zum „Knochenmann“ schrieben.

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Okt 4 2009

Eine kurze Notiz zu: “Tagebuch eines Skandals”

Babara Covett (Judi Dench) ist eine ältere und recht einsame Lehrerin einer staatlichen Schule in London. Sie besitzt zwar Autorität doch ist sie alles andere als beliebt bei den Schülern und wohl auch bei ihren Kollegen. Nur schwer kann sie aus sich heraus, zu strategisch sind ihre sozialen Kontakte angelegt. Erst als die neue Kunstlehrerin Sheba Hart (Cate Blanchet) an die Schule kommt, zeigt sie wieder Interesse an Menschen. Bald jedoch wird sie in ein Geheimnis verwickelt was Barbara versucht für sich auszunutzen.

Regisseur Richard Eyre erzählt in „Notes on a Scandal” (so der englische Originaltitel) einen spannenden Film, der weniger vom in ihm dargestellten Skandal lebt, als vielmehr von Barbara und ihrer Schwierigkeit ihre gesellschaftliche Rolle zu verlassen und ihre Gefühle anderen mitzuteilen. Sie hat dafür nur ihr Tagebuch. Judi Dench begeistert in diesem kurzweiligen Film, der eine genaue Studie menschlichen Verhaltens ist.


Sep 27 2009

Eine kurze Notiz zu: “It’s a Free World”

„It’s a Free World“ ist ein Film von Ken Loach aus dem Jahr 2007. Wie fast alle Filme von Loach, ist auch „It’s a Free World…“ (die drei Punkte sind der englische Originaltitel) als eine kritische Auseinandersetzung mit den Zuständen unserer Gesellschaft zu verstehen. Im Mittelpunkt steht Angie (Kierston Wareing) die nach wenig beeindruckender Karriere mit 33 Jahren beschließt, eine Zeitarbeitsfirma für ausländische Hilfskräfte zu gründen. Selbst ehemals vom harten Alltag auf dem britischen Arbeitsmarkt betroffen, geht auch Angie recht kompromisslos mit ihren Zeitarbeitern um, nicht ohne sich in die moralischen Wiedersprüche einer solchen Tätigkeit zu verfangen.

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Sep 25 2009

Eine kurze Notiz zu: “Der Duft von Lavendel”

Der Duft von Lavendel ist ein britischer Spielfilm aus dem Jahr 2004. Im idyllischen Cornwall wohnen die beiden älteren Schwestern Ursula (Judi Dench) und Janet (Maggie Smith). Sie bewohnen ein Haus etwas oberhalb des Strandes, an dem eines Morgens im Jahre 1936 der Pole Andrea (Daniel Brühl) angespült wird. Die beiden Schwesternkümmern sich liebevoll und pflegen Andrea, dessen Genesung gut voranschreitet und der bald darauf sein musikalisches Talent zur Schau stellt. Dies bemerkt die junge Malerin Olga Daniloff (Natasha McElhone).

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