Metal Heads

Jahr: 2022 | Regie: Peter Sollett | Länge: 98 min | Teenager-Musik-Komödie |

Heavy Metal! Ganz ehrlich, in der Vielzahl der Musikrichtungen, welche die menschliche Lebensform zum Zwecke künstlerischen Ausdrucks erfand, gehört Metal nicht ganz oben in meine Favoritenliste. Aber, ich komme nicht umhin zuzugeben, mit Heavy Metal einige Berührungspunkte zu haben und tatsächlich ist mir ein gewisser Spirit, der hinter den Tönen liegt, nicht unsympathisch. Um diesen Spirit und natürlich auch um die Musik, geht es dem eben erst veröffentlichten Film „Metal Lords“. „Metal Heads“ weiterlesen

Take Me

Jahr: 2017 | Regie: Pat Healy | Drehbuch: Mike Makowsky | Länge: 83 min | Screwball-Komödie

Geißelnahmen sind als Geschäftsfeld eindeutig zu den illegalen Aktivitäten gehörend. Unternehmer Ray Moody (Pat Healy) betrachtet die Aktivität aber von einer anderen Seite und bietet professionelle Entführungen für seine Kunden an, wohlgemerkt Menschen, die sich entführen lassen wollen, um damit Süchte, ihr Seelenheil oder ähnliches zu verbessern. Auch wenn diese Geschäftsidee von Banken belächelt wird, geht Ray seinen finanziell steinigen Weg. Da kommt ihm die Anfrage der Geschäftsfrau Anna St. Blair (Taylor Schilling) gerade recht, denn diese möchte nicht die „normale“ 8-stündige Geiselnahme buchen, sondern einen verlängerten Wochenendaufenthalt und zahlt dafür sehr gutes Geld. Frisch ans Entführungs-Werk geht es für Ray, doch bald muss er feststellen, dass die Situation mit Anna unübersichtlich wird. „Take Me“ weiterlesen

Don’t Look Up

Jahr: 2021 | Drehbuch & Regie: Adam McKay | Satire | 138min

Katastrophen sind so alt wie die Menschheitsgeschichte, wobei das eigentlich nicht stimmt, denn es gibt sie eigentlich von Anbeginn der Zeit. Das Wort kommt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie „Um- oder Niederwendung“ und wird heute allgemein für folgenschwere Unglücksfälle verwendet. Vom Urknall[1] bis zur Corona-Krise[2] ist die „Verheerung“, so das altdeutsche Wort für Katastrophe, also ein ständiger Begleiter allen Entstehen und Vergehens. Adam McKay’s – am Weihnachtstag in Netflix veröffentlichten – Film, nimmt sich einem Katastrophenfall an und fragt danach, wie wir als Menschheit damit umgehen. „Don’t Look Up“ weiterlesen

Die Friseuse

Jahr: 2010 | Regie: Doris Dörrie | Drehbuch: Laila Stieler | Komödie | Länge: 108 min | Location: Berlin Marzahn

Kathi König (Gabriela Maria Schmeide) ist mit Leib und Seele Friseuse. Leider hat sie keinen Job, als sie nach der Trennung von ihrem Mann mit ihrer Tochter Julia (Natascha Lawiszus) nach Berlin-Marzahn zieht. Davon lässt sie sich aber nicht die gute Laune und ihren Lebensmut verderben und sie beschließt, nach ihrem großen Traum zu streben, einen eigenen Salon zu eröffnen. Für die Erlangung des notwendigen Startkapitals arbeitet sie mit Silke (Christina Große) zusammen und frisiert schwarz in einem Altenheim und es sollen weitere Jobs folgen. „Die Friseuse“ weiterlesen

25 km/h

Jahr: 2018 | Regie: Markus Goller | Drehbuch: Oliver Ziegenbalg | Roadmovie

In unserer Reihe Roadmovies nach Zahlen (siehe „303“) kommen wir nun zu 25, genauer zu: 25 km/h. Das ist die Höchstgeschwindigkeit, die ein Mofa erreichen kann und damit eigentlich ein ziemlich cooler Titel für ein Mofa-Roadmovie.
Nach der Beerdigung ihres Vaters beschließen die ungleichen Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) ihren Jugendtraum wahrzumachen und vom heimischen Schwarzwald quer durch Deutschland an den Timmendorfer Strand zu fahren und das mit den alten Mofas, aus den Jugendjahren. Dabei gibt es ein paar Aufgaben zu erledigen, die der Vorstellungswelt der damals 15-jährigen geschuldet sind. Doch als die wilde Fahrt beginnt, stellen beide schnell fest, dass sie nicht als Jugendliche fahren, sondern das ihr bisheriges Leben immer mitfährt. „25 km/h“ weiterlesen

The Nice Guys

Jahr: 2016 | Regie & Drehbuch: Shane Black | Neo-Noir Filmkomödie | Länge: 116min | Location: Los Angeles 1977

Das Privatdetektivwesen ist Ende der 1970er Jahre in einer wirtschaftlichen Schwächephase. Holland March (Ryan Gossling), dessen detektivisches Niveau zwischen den Polen Genie und Wahnsinn pendelt, mit einer stärkeren Anziehung für Erstgenanntes, nimmt Aufträge an deren Seriosität von vornherein bezweifelt werden kann. So wie die Suche einer fast erblindeten älteren Dame, die ihre Nichte zwei Tage nach deren Tod gesehen haben möchte. Jackson Healy (Russell Crowe) muss noch deprimierender Arbeiten annehmen und vermöbelt Männer, die versuchen mit nicht volljährigen Mädchen anzubandeln. So führt in seine Spur zu March, denn dieser sucht gerade die nicht-volljährige Nichte der alten Dame und schnell stellt sich heraus, dass die Suche nach der ominösen Amalia (Margaret Qualley) komplizierter, verwickelter und vor allem gefährlicher ist, als man das erwarten könnte. Zu allem Überfluss mengt sich in die Detektivarbeit der beiden auch noch March ebenso nicht-volljährige Tochter Holly (Angourie Rice) ein. „The Nice Guys“ weiterlesen

Ted

Flugreisen, bei denen man einen eigenen Bildschirm im Vordersitz hat, sind schön. Wenn der Bildschirm dann noch über einige Filme zur freien Auswahl verfügt, wird es noch schöner. Dann muss man wählen und einige Faktoren sind dabei zu Rate zu ziehen. Nach hin und her überlegen, habe ich mich für leichte Unterhaltung mit Lachen entschieden. Und da ich mich an plakatierte Wände mit Werbung für den Film „Ted 2“ in Dresden erinnerte, dachte ich mir, warum mal nicht den ersten Teil (aus dem Jahr 2012 unter der Regie von Seth MacFarlane) sehen. Noch vor dem Start kann man dann schon Sprache und Untertitel wählen und beim Take Off läuft schon das Intro. So soll es sein. „Ted“ weiterlesen

Ich und Kaminski

Verfilmungen von Büchern wecken gern große Erwartungen, wenn man den entsprechenden Roman sehr mag. So geschehen bei Daniel Kehlmanns „Ich und Kaminski“. Wolfgang Becker, bekannt vom 2003er Kassenschlager „Good Bye, Lenin!“, nahm sich des Stoffes an und veröffentlichte in diesem Herbst seine Version des Buches.

Kunstkritiker Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) möchte seine stotternde Karriere anschieben, indem er ein Buch über den in die Jahre gekommenen Maler Kaminski (Jesper Christensen) schreibt. Dieser stand einmal im Mittelpunkt der Kunstwelt, ist aber zunehmend in Vergessenheit geraten und heute erblindet. Zöllner muss also nur noch seine Geschichte aufschreiben, auf das Ableben des Altmeisters warten und schon hat er seinen ersten Bestseller. Doch der Plan beginnt schon mit Schwierigkeiten bei der Anfahrt auf das Kaminski-Anwesen in den Alpen. „Ich und Kaminski“ weiterlesen

Bernie

„Bernie“ ist eine amerikanische Komödie von Richard Linklater aus dem Jahr 2011. Da mich in letzter Zeit Matthew Mc Conaughey immer mehr begeistert, ich Jack Black schon immer sympathisch fand und Richard Linklater immer mal wieder hervorragende Filme rausbringt, sprach nichts dagegen nach zahlreichen Serien, auch mal wieder einen Film zu schauen.

Bernie (Jack Black) ist ein allseits populärer Typ in Carthage/Texas. Als Mitarbeiter einer Bestattungsfirma ist er Meister seiner Zunft. Seine Fürsorge gilt der ganzen Gemeinde. In der Kirche singt er, bei Musicalaufführungen im Ort führt er auch schon mal Regie und ist selbstredend immer als Schauspieler dabei und auch sonst genießt er bei den Einwohnern der Kleinstadt einen ausgezeichneten Ruf. Ganz im Gegenteil zu Marjorie Nugent (Shirley MacLaine), einer alten und reichen Witwe, die der Ruf einer Gewitterhexe vorauseilt, oder anders ausgedrückt, die auf einer öffentlichen Popularitätsskala genau am anderen Ende stehen würde als Bernie. Trotzdem freunden sich beide an und Bernie verbringt zunehmend mehr Zeit mit Majorie. Sie besuchen Museen, gehen ins Theater und unternehmen Reisen. Die anfänglichen Euphorie ebbt allerdings im Laufe der Jahre etwas ab, als Majorie mehr und mehr Besitz von Bernie ergreift und immer ungehinderter ihre Launen freien Lauf lässt, die sie nicht gerade als liebenswerte Person erscheinen lassen. Und so passiert es, dass aus einer freudigen Geschichte eine tragische Geschichte wird und Bezirksstaatsanwalt Danny Buck Davidson (Matthew Mc Conaughey) seine Arbeit aufnehmen muss. „Bernie“ weiterlesen