Jahr: 2025| Regie: Joseph Kosinski | Drehbuch: Ehren Kruger | Actionfilm | 156min
Samstag, der 31. Januar – der letzte Tag des Januars. Bevor mein „Dry February“ beginnt, muss ich noch das eine oder andere Bier aus meinem Kühlschrank vertilgen. Und was gibt es da Besseres, als dazu ein Autorennen-Filmchen zu schauen? Ganz nach dem Motto: „Drink and watch driving“.
In „F1“ erleben wir Brad Pitt als den altgewordenen Rennfahrer Sonny Hayes, der mit seiner draufgängerischen Fahrweise immer noch einen gewissen Erfolg hat. Er erhält Besuch von seinem alten Rennfahrerkumpel Ruben Cervantes (Javier Bardem), der Teambesitzer eines Formel-1-Rennstalls ist. Doch die Rennen laufen alles andere als gut: Normalerweise belegen die beiden Fahrer die letzten Plätze des Feldes. Deshalb fragt Ruben bei Sonny nach, ob dieser nicht für sein Team fahren möchte. Nicht überraschend lässt sich Sonny auf das Angebot ein und trifft in der Formel 1 auf seinen Fahrerkollegen Joshua Pierce (Damson Idris) und die engagierte technische Direktorin Kate McKenna (Kerry Condon). Noch sind neun Rennen Zeit, um von ganz hinten nach ganz vorn zu fahren.
Ich mache es kurz: „F1“ ist in seiner Vorhersehbarkeit, seinen Klischees und den schauspielerischen Leistungen ein fast schon ärgerliches Hollywood-Stereotyp. Javier Bardem habe ich zwar noch nie so gut gekleidet gesehen wie hier, aber auch noch nie so schlecht agierend. Ich kann mir vorstellen, dass Fans des Autorennsports hier auf ihre Kosten kommen – wenngleich mir einige Manöver sehr konstruiert vorkommen (meine Formel-1-Zeit waren die 1990er, und ich traue mir da kein Urteil mehr zu). Immerhin gibt es zahlreiche Cameo-Auftritte heutiger Formel-1-Größen. Doch das reicht mir noch lange nicht für einen halbwegs erträglichen Film. Die lustlose, etwas an Europop angelehnte Filmmusik von Hans Zimmer macht es auch nicht besser. Ein Film, den man wohl exklusiv auf Apple TV sehen kann – für den es sich aber auf gar keinen Fall lohnt, ein Abo abzuschließen.