Brazil
Utopien sind menschheitsgeschichtlich schon recht alt (als eines der ersten Beispiele sind „Atlantis” von Platon zu nennen, oder auch die namensgebende Geschichte „Utopia” von Thomas Morus), Dystopien hingegen (also Gegen-Utopien die statt einer blühenden und frohen Zukunft bzw. eines anderen Ortes, eine zerrüttete Welt zeigen) sind erstmals in der Zeit der industriellen Revolution aufgetaucht und erleben seitdem eine recht muntere Verbreitung (man denke an Aldous Huxleys „Schöne neue Welt” oder George Orwells „1984″). Terry Gilliams Film „Brazil” ist ganz eindeutig eine Dystopie. Sie spielt in einem Überwachungsstaat irgendwann im 20. Jahrhundert, der so viele Informationen sammelt, dass jeder Stasi-Mitarbeiter neidisch sein dürfte. Diese Gesellschaft - die einen eigenartigen Hang zu Röhren hat - scheint alle ihre Bewohner zu durchdringen, keiner kann sich ihr entziehen und wenn, dann nur mit Gewalt in Form des Terrorismus. Weiterlesen