Heart of Stone

Jahr: 2023 | Regie: Tom Harper | Actionfilm | Länge: 123min

Es ist manchmal so, dass man bei Besuchen – auch von sehr lieben Freunden – gewissen Kompromissen unterlegen ist, gerade bei der Wahl eines vermeintlichen Abend-Seh-Programms und schauen muss, was allen Beteiligten gefallen könnte. So einigte man sich, bei meinem letzten Besuch im Norden, auf einen Geheimagententhriller, als Freitagabendliche Home Cinema Aufführung. Der Film „Heart of Stone“ sollte ein neues Level für Filme in diesem Jahr setzen, und zwar das nach unten, was im Nachhinein aber allen Betrachtern als gemeinsames Fazit blieb.

Rachel Stone (Gal Gadot) scheint eine unerfahrene neue IT-Agentin beim MI6 zu sein, die bei einer Operation in den italienischen Alpen ist und dort mit Kollegen einen weltweit führenden Gauner hochnehmen soll. Kollege Parker (Jamie Dornan) ist auch schon mit dem Verbrecher in der Seilbahn in Richtung Tal unterwegs, als Dinge ungeplant eskalieren. Und hier zeigt sich das Stone, doch viel mehr ist als ein Rookie, sie ist eine absolute Top-Geheimdienstlerin einer höchstgeheimen Superorganisation, genannt das Herz. Ziel dieser Institution ist es die Welt zu retten, oder mindestens mal zu einem besseren Ort zu machen und ihr strategischer Vorteil besteht darin, quasi weltweiten Datenzugriff zu haben. Stones Kollege Herzbube (Matthias Schweighöfer), in einer geheimen Zentrale sitzend, hilft Agentin Stone mit allerlei Hightech Berechnungen und zeigt ihr immer wieder Wege auf, welche ihre Operationen erfolgreich verlaufen lassen, werden. Es könnte also alles gut laufen, wenn sich da nicht jemand in das System des Herzes hacken wöllte.

„Heart of Stone“ ist ein teilweise höchst unlogischer Film, der sich an jedem Stereotyp von Agentenfilmen ausprobiert, diese zeitgenössisch wendet und so verwurstet, dass man jeweils eigene Zähler braucht, um die unrealistischen, unlogischen, klischeehaften und miserabel inszenierten Szenen zu erfassen. Und alle diese Zähler laufen unter Volllast! Hier viel mehr Worte über den Film zu verlieren, verbietet sich fast, aber sollten Sie mal auf Netflix diesen Agentenfilm aufleuchten sehen, dann kann ich an dieser Stelle nur hinweisen, lassen sie ihn lieber im dunklen.

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