Coda

Jahr: 2021 | Regie & Drehbuch: Siân Heder | Coming-of Age-Film | 111min | Location: Ostküste der USA

Der Film „Coda“ war für mich ein Antrieb, Apple TV zu abonnieren, das ich allerdings jetzt wieder gekündigt habe, weil mir zu viele Filme im Programm nach 20 bis 30 Minuten Anschauen nicht wirklich gefallen haben. Das gilt zweifellos nicht für Siân Heders Comin-Up-Age Filmdrama.

„Coda“ ist ein Remake eines französischen Films aus dem Jahr 2014, in welchem wir Ruby Rossi (Emilia Jones) kennenlernen, die ein großes Verlangen danach hat zu singen – was sie bevorzugt auf dem kleinen Fischerboot tut, auf dem ihr Vater Frank (Troy Kotsur) und ihr Bruder Leo (Daniel Durant) arbeiten. Rubys Job an Bord ist jedoch elementar, denn sie ist die Einzige, die hören kann, da auch ihre Mutter Jackie (Marlee Matlin) taub ist. Als Außenkontakt ihrer Familie ist Ruby ziemlich eingespannt, und die Highschool-Mitschüler zeigen sich zumeist von ihrer gehässigen Seite: Oft wird sie Opfer von Hänseleien. Doch als der von ihr als attraktiv empfundene Mitschüler Miles (Ferdia Walsh-Peelo) sich für den Chor einschreibt, versucht sich auch Ruby und trifft auf den Chorleiter Bernardo Villalobos (Eugenio Derbez), einen strengen Lehrer, der aber Rubys Talent entdeckt und fördern möchte.

„Coda“ gewann 2022 den Oscar für den besten Film – etwas, das ich nur deshalb mitbekam, weil ich nach der wundervollen Serie „Task“ etwas mehr über die Schauspielerin Emilia Jones recherchierte. War ich dort von ihrer Leistung beeindruckt, so setzt sich dieser Eindruck bei „Coda“ fort. Auch wenn der Film vielleicht die eine oder andere kleine Wendung zu viel nimmt, die mehr als offensichtlich erscheint, ist es doch ein atmosphärisch dichter Film. Er zeigt uns nicht nur die langsame Selbstfindung einer Teenagerin sehr eindrücklich, sondern schildert auch, wie man als Gehörloser durch die Welt geht.

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