Jahr: 2025 | Originaltitel: „Le Chant des forêts“ | Regie: Vincent Munier | Dokumentation | Länge: 93 Min.
„Das Flüstern der Wälder“ gewann im Februar dieses Jahres den César für den besten französischen Dokumentarfilm. Auch wenn Tierfilme nicht zu meinen bevorzugten Sehgewohnheiten im kinematografischen Bereich gehören, möchte ich trotzdem ein paar Worte über diesen Film von Vincent Munier verlieren, denn dieser ist es absolut wert, besprochen zu werden.
Zum einen ist „Das Flüstern der Wälder“ inhaltlich eine schöne Verknüpfung einer kleinen, am Rande mitlaufenden Geschichte über drei Generationen von Naturbegeisterten: Vincent Munier, sein Sohn sowie Vincents Vater. Ihre Liebe zur Natur wird in jedem Wort deutlich. Diese persönlichen Eindrücke umrahmen eine Dokumentation, die jedoch am allermeisten durch ihre Kameraarbeit begeistert. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viele wunderschöne Bilder gesehen habe. Vincent Munier tut uns Zuschauenden den Gefallen, seine Kamera kaum zu bewegen. So entstehen Meisterwerke auf der Leinwand, bei denen man das Bedürfnis hat, alle zwei Minuten die Zeit anzuhalten, um die Aufnahmen ganz in Ruhe zu genießen – oder sich die Wohnung mit Großbildleinwänden vollzuhängen, auf denen nur diese Bilder laufen. Ich muss zugeben, voller Neid auf diese Naturbilder zu schauen und auf die Fähigkeit, so ruhige und doch ausdrucksstarke Aufnahmen unserer Natur zu erschaffen, die uns vor Augen führen, was für ein riesiger Schatz sie ist. Ein wunderschöner Film!