Mark Cooper-Jones und Jay Foreman – This Way Up

Erschienen: 2025 bei Mudlark, 370 Seiten

Schon seit einiger Zeit verfolge ich die wundervollen YouTube-Videos von Jay Foreman, der gemeinsam mit seinem Co-Host Mark Cooper-Jones den Kanal „Map Men“ betreibt und dort auf höchstmöglichem humoristischem Niveau interessante Dinge über Geografie und Karten vermittelt.
Als ich im Sommer in Exeter war, nutzte ich natürlich die Gelegenheit, in eine Buchhandlung zu gehen. Dort war das erste Buch der beiden, „This Way Up“, das mir bereits in den Videos angepriesen worden war, sehr gut platziert und fiel mir fast sofort ins Auge. Da musste ich natürlich zuschlagen und meine letzten Pfund dafür investieren.

In 16 Kapiteln besprechen die Map Men zahlreiche höchst spannende Fragen, die nicht nur Kartografen interessieren sollten: etwa warum Neuseeland auf einigen Weltkarten fehlt (so wie bei IKEA), wie die Grenze zwischen Kanada und den USA entstand, was die Bewegung der Situationisten wollte, wo die geheimnisvollen Kong Mountains liegen, die auf Karten des 19. Jahrhunderts ganz Afrika durchquerten, und wieso es sie nie gab, was Fernsehmasten mit Karten zu tun haben, warum es den Ort Agloe auf Karten gab, obwohl es ihn in der Realität nicht gab, dann gab und dann wieder nicht gab, wieso sowjetische Karten so ungenau waren, warum Abkürzungen auf Grundlage unzureichenden Kartenmaterials tödlich enden können, wieso es viele Städte auf der Welt gibt, die keine Straßennamen haben, und warum sich die Bewohner trotzdem zurechtfinden (so wie wir in Bibliotheken, die ja auch keine Gangnamen haben). Außerdem geht es um die besten Fehler in Fernsehkarten, um die Frage, warum Afrika auf dem ersten Globus der Welt so weit nach Süden reicht und was das mit Christoph Kolumbus seinem Bruder zu tun hat, um die traurige, zerrüttete Geschichte des Bikini-Atolls, um den gescheiterten Versuch, eine Weltkarte zu erstellen, und schließlich um die Frage, wie unsere Navigations-Apps funktionieren – aus historischer Perspektive betrachtet.

Wie Sie, geneigter Leser, sicherlich bemerkt haben, sind schon die Themen äußerst spannend, und sie werden oft auf unglaublich witzige Weise dargestellt, sodass ich die Lektüre ab und an vor Lachen unterbrechen musste. Dass die Videos und auch das Buch nur auf Englisch erscheinen, stört vielleicht etwas, aber ich kann versichern, dass insbesondere das Buch keine allzu großen Sprachkenntnisse erfordert und wirklich sehr gut lesbar ist. Für jeden, der sich ein klein wenig für Geschichte und die Welt interessiert (und dafür, wie man sie aufzeichnen kann), ein großartiger Schmöker.

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