Sep 21 2009

Eine kurze Notiz zu: “Zerrisene Umarmungen”

„Zerrissene Umarmungen” ist der neuste Film des spanischen Regisseurs Pedro Almodovar. Wie auch schon bei „Volver” arbeitet er zusammen mit seiner Muße Penelope Cruz, welche ebenso überzeugt wie der katalanische Schauspieler Lluís Homar, der übrigens aussieht wie eine Mischung aus dem leider kürzlich verstorbenen Patrick Swayze und dem spanischen König Juan Carlos.

Der Film teilt sich in mehrere Ebenen auf und erzählt dabei die Geschichte des blinden Drehbuchautors Harry Cane (Lluis Homar), der als Regisseur Mateo Blanco arbeitete bevor er sein Augenlicht verlor. Er trifft auf die attraktive Gattin des Filmproduzenten Magdalena Rivero (Penelope Cruz). In einem verschachtelten Film erzählt Almodovar eine Liebesgeschichte mit einer ausgezeichneten Optik. Die leuchtenden Farben des Films, gepaart mit Cruzs Outfit sind in dieser Form selten woanders zu finden und trösten ein wenig über die nur mittelmäßig originelle Story hinweg. Für alle die sich von schönen Bildern und originellen Aufnahmen begeistern lassen ist dieser Film wärmstens empfohlen. Übrigens gewann Almodovar mit dem Film die „Goldene Palme” 2009 in Cannes.


Sep 17 2009

Eine kurze Notiz zu: “Waltz with Bashir”

„Waltz with Bashir” ist ein israelischer Animationsfilm aus dem Jahr 2008. Er ist der wohl erste Animationsfilm, der als Dokumentarfilm angelegt ist. Regisseur Ari Folman behandelt darin seine Erinnerungen an den Libanonkrieg bzw. seine Gedächtnislücken des Massakars von Sabra und Schatila. Dieses Massaker, das von libanesischen Phalangisten an den Palistinänsern verübt wurde, wurde von den israelischen Truppen, welche zu dieser Zeit das Flüchtlingslager umstellten nicht verhindert. Folman fragt in seinem Film, wie es möglich sein konnte, dass einer aufgeklärten Zivilisation wie Israel es möglich sei, einen solchen blinden Fleck zu haben und bei einem Massaker, bei dem zwischen 500 und 3000 Menschen getötet wurden (Zahlen variieren je nach Quelle) wegzuschauen. Dabei ist der Film nicht nur eine höchst interessante Version eines Animationsfilms (allein die Wahl des Mittels des Animationsfilms für ein solches Thema ist sehr interessant), sondern ein beeindruckendes politisches und zeitgeschichtliches Werk, das aufrüttelt und nachdenklich macht.


Sep 10 2009

Eine kurze Notiz zu: “Der unsichtbare Dritte”

„Der unsichtbare Dritte“ ist ein Thriller von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1959. Im englischen Original heißt der Film „North by Northwest“ und spielt auf den geographischen Verlauf der Schauplätze der Szenen an. Der Film startet in New York mit der Darstellung des Werbefachmanns Roger O. Thornville (in einer Paraderolle Cary Grant), welcher sich plötzlich im Kampf der Geheimdienste wiederfindet. Thornville wird für den Agenten George Kaplan gehalten und muss fliehen, wobei er die attraktive Eve Kendall (Eva Marie Saint) trifft. Neben wunderbaren Szenen in New York beinhaltet der zwar etwas veraltete aber für die damalige Zeit sehr originelle Film zahlreiche Szenen die Weltruhm erlangt haben. So beispielsweise die berühmte Jagd eines Sprühflugzeuges auf Thornville (glänzend parodiert von Vincent Gallo in „Arizona Dream“) oder die Verfolgungsjagd auf dem Mt. Rushmore. Trotz seiner 50 Jahre bietet der „Der unsichtbare Dritte“ immer noch Filmgenuss an, der auch deshalb Charme hat, weil er so häufig zitiert wird und man irgendwann auch mal das Original sehen sollte.


Sep 7 2009

Eine kurze Notiz zu: “Star Trek”

Da ein Transatlanitkflug in der Regel viel Langeweile verursacht, sind Airlines so nett den Passagieren verschiedene Filmchen anzubieten, um dieser Langenweile entgegen zu wirken. So konnte ich 10000m über den Boden einen Film sehen, der noch viel weiter weg von der Erdoberfläche spielt – im Weltraum. Es handelte sich um den neuen “Star Trek” Film, der als ein Prequel angelegt ist und erzählen soll, wie die legendäre Besatzung des Raumschiffs Enterprise unter Captain Kirk sich einst zusammen finden wird (ja, blöde Satzkonstruktion, wenn man sich über ein Prequel eines Science Fiction Films äußert). Und das macht auch den Reiz dieses Films aus, zu sehen, wie sich die Autoren vorstellen, wie aus Spock (Zachery Quinto) und Kirk (Chris Pine) Freunde werden. Sonst recht normale Star Trek Kost. Die Bösen sind diesmal die Romulaner, die Story ist okay und die Actionszenen sind recht flott gedreht. Trotzdem empfehle ich diesen Film nur Fans der Reihe.


Aug 13 2009

Eine kurze Notiz zu: “Ein Freund von mir”

„Ein Freund von mir“ ist ein deutscher Kinofilm aus dem Jahr 2006 von Sebastian Schipper. Der schüchterne Workaholic Karl (Daniel Brühl), der für seine Versicherungsunternehmen gerade einen Nachwuchspreis gewann, wird wegen seiner Menschenscheu für einen Tag in die Autovermietung versetzt. Dort lernt er Hans (Jürgen Vogel) kennen, der als Jobber von Anstellung zu Anstellung wechselt und für den Moment lebt und Karl recht bald mit seiner Freundin Stelle bekannt macht. Der großartige Jürgen Vogel brilliert in diesem ruhigen, aber absolut sehenswerten Film über Freundschaft, die Frage nach dem Sinn im Leben im Allgemeinen und von Karieren im Besonderen und Liebe. Noch besser wird der Film durch seinen ausgezeichneten Soundtrack.


Aug 6 2009

Eine kurze Notiz zu: “Mein bester Freund”

Ist ein französischer Film aus dem Jahr 2006 mit Daniel Auteuil und Danny Boon. Der Film von Regisseur Patrice Leconte (vielleicht bekannt aus „Der Mann der Friseuse“) behandelt auf halbwegs amüsante Weise das Thema Freundschaft, denn Kunsthändler François denkt nur an seine Arbeit und hatte keinerlei Freunde. Als er dies bei einer Wette feststellt versucht er mit Hilfe des Taxifahrers Bruno Freunde zu gewinnen. Der als Schmunzelkomödie angelegte Film, versucht mit leichter, aber nicht zu oberflächiger Unterhaltung Freundschaft zu definieren. Dabei ist zwar eher Mainstream Kost geboten, jedoch wirkt das nie wirklich schlecht, eher nett. So ist auch das Ende geraten, nicht wirklich innovativ, aber auch nicht so, dass man sich wegdrehen müsste.