Bitteres Fest

Originaltitel: „Amarga Navidad“ | Jahr: 2026 | Regie & Drehbuch: Pedro Almodóvar | Spielfilm | Länge: 111min

Kommen wir zur Frage des Gesamtkunstwerkes. Die ist nicht immer leicht zu beantworten. Natürlich kann jeder Film Kunst sein, aber die allerwenigsten sind es, obwohl man natürlich nur schwer eine Grenze zur Kunstlosigkeit ziehen kann, die dann eine eindeutige Demarkationslinie darstellen würde. Was ich jedoch immer beeindruckend finde, ist, wenn ein Regisseur auch für das Drehbuch verantwortlich war. Dies gibt mir als Zuseher immer das Gefühl, hier wurde eine künstlerische Idee erst erdacht und dann entwickelt, inszeniert und zusammengesetzt. Ich bin daher ein großer Fan von Filmen wie beispielsweise von Christopher Nolan oder auch von Pedro Almodóvar, die bei ihren Werken immer auch am Drehbuch mitschreiben. Und damit sind wir schon mitten im Thema, in Almodóvars neuem Film, der sich das Schreiben eines Drehbuchs zum Thema macht und sich dabei um Fragen dreht, wie Realität und Fiktion sich gegenseitig beeinflussen, wie das Niederschreiben von Fiktion zu Kunst wird, aber auf der anderen Seite auch, wie wirkmächtig diese Fiktion für die Realität wird. „Bitteres Fest“ weiterlesen

Der unsichtbare Gast

Jahr: 2016 | Regie: Oriol Paulo | Länge: 110min | Originaltitel: „Contratiempo“ | Location: Pyrenäen

Adrián (Mario Casas) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, dem der Mord an seiner Geliebten Laura (Bárbara Lennie) vorgeworfen wird. Die Last der Indizien liegt schwer auf ihm. Sein Anwalt schickt ihm die Star-Anwältin Virginia Goodman (Ana Wagener), die sich nochmal den gesamten Fall aus Adriáns Perspektive erklären lässt. Schnell stellt sich heraus, dass der Todesfall von Laura tiefere Gründe hat, der mit dem Verschwinden eines Jugendlichen in den Pyrenäen zu tun hat, dessen Vater (José Coronado) um Aufklärung bemüht ist. „Der unsichtbare Gast“ weiterlesen