Das Schwein von Gaza

„Das Schwein von Gaza“ ist eine belgisch-französisch-deutsche Koproduktion aus dem Jahr 2011 des Franzosen Sylvain Estibal.
Der Fischer Jafaar (Saason Gabai) fischt vor der Küste von Gaza und dies höchst unerfolgreich, denn im Regelfall findet er nur Müll, bevorzugt Flip Flops, oder Fische von geringer bis kaum erkennbarer Größe und das nur, weil die Israelis die palästinensischen Fischer nur bis vier Meilen vor der Küste fischen lassen. Das alles führt nicht nur zu einer finanziellen Klemme, im ohnehin nicht mit Geld gesegneten Gazastreifen, sondern auch zu Missmut bei Jafaars Frau Fatima (Baya Belal), die sich noch dazu auch noch mit israelischen Soldaten rumärgern muss, die auf dem Dach, des ohnehin baufälligen Hauses des Fischers patrollieren. Bei einem seiner Fischzüge geht, wie ein Wunder, Jafaar ein Hängebauschwein ins Netz. Jetzt muss man sich nur einmal bewusst werden, wie viele Schimpfwörter es allein im Deutschen mit „Schwein“ gibt, potenziert dies und dann weiß man welches Standing diese Tiere im gelobten Land haben, ganz gleich ob bei Moslems oder bei Juden. Doch was machen mit dem Schwein? Erschießen will es Jafaar nicht, das bringt er nicht übers Herz. Günstigerweise gibt es unter den Palästinensern zahlreiche Gerüchte, die Juden in der benachbarten Siedlung würden schmutzige Geschäfte mit Schweinen machen und hier wittert Jafaar seine Chancen und trifft dabei auf Yelena (Myriam Tekaïa), eine jüdische Russin, die sich der Schweinezucht verschrieben hat. „Das Schwein von Gaza“ weiterlesen

Liberace

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass es einige Regisseure gibt, bei denen meine Aufmerksamkeit eine größere Erregung erfährt, als bei anderen Akteuren dieser Berufsgruppe. Zu eben jenen Namen, bei denen schon die Ankündigung genügt, dass sie einen neuen Film in die Kinos bringen, gehört Steven Soderbergh, was mich selbst etwas wundert, denn außer „Solaris“ fand ich eigentlich keinen seiner Filme wirklich Weltklasse. Aber bei Soderbergh kann man auch nicht viel falsch machen und so überlege ich bei ihm nicht lange.

Sein neuster Film thematisiert das Leben des Pianisten bzw. der Showlegende Liberace (sprechen Sie den Namen bloß nicht so aus, wie sie es sich denken, er wird mit einem langen a und einem tsche am Ende betont). Dieser lebt in Las Vegas und genießt immer noch die Gunst seines Publikums. Obwohl schon in die Jahre gekommen (fantastisch gespielt von Michael Douglas), übt seine extravagante Art immer noch einen großen Reiz auf Publikum und seine mehrheitlich homosexuelle Entourage aus. Zu dieser stößt auch Scott Thorson (Matt Damon), der sehr bald zu seinem persönlichen Assistenten und Lover aufsteigt. „Liberace“ weiterlesen

Chronicle

„Chronicle“ (im deutschen Untertitel: „Wozu bist du fähig“) ist ein Science-Fiction Superhelden Film von Josh Trank aus dem Jahr 2012. Andrew Detmer (Dane DeHaan) ist ein zurückhaltender Teenager, dessen Mutter schwer krank ist und dessen Vater (Michael Kelly) nichts mit sich anzufangen weiß, da er schon im Vorruhestand ist. Er wird in der Schule gehänselt, was sich noch verstärkt, als er damit beginnt sein Leben mit der Videokamera aufzunehmen. Sein Cousin Matt (Alex Russell) jedoch unternimmt viel mit Andrew und ist wie ein großer Bruder. Bei einer Party spricht plötzlich der charismatische Schülersprecher Steve (Michael B. Jordan) Andrew an, er müsse mit zu Matt kommen, denn man habe etwas Außergewöhnliches entdeckt. Die drei steigen in ein Erdloch hinab und finden ein seltsames kristallines Objekt. Was dann passiert scheint unklar, aber plötzlich merken die drei, dass sie telekinetische Kräfte besitzen. Mit einigem Training verbessern sie ihre Fähigkeiten und können bald sogar fliegen. Doch mit den neuen Kräften steigen auch die Gefahren, denn schließlich sind sie dem Rest der Menschheit jetzt überlegen, wodurch sich Matt dazu genötigt sieht Regeln der Superkräfte aufzustellen. „Chronicle“ weiterlesen